Presseauswahl

Stimme der Kultur zu Themen der Zeit

— WDR 3 Ressonanzen, 23.02.2026 —

Wie hält man als Theatermacher den Diskurs über Klimawandel, Migration und Rechtsextremismus am Laufen? Gespräch mit Michael Ruf über Themen, die in der Fülle globaler Krisen allzu oft untergehen. (WDR 3 Ressonanzen)

Jan Böhmermann gibt Utopiastadt 5 Sterne

— Westdeutsche Zeitung, 13.04.2025 —

Von Köln bis Chemnitz möchte er rund 600 Kilometer mit dem Elektro-Gefährt zurücklegen – filmisch begleitet und unter dem Titel »Deutschland – eine Erfahrung«. Am Freitag legte er dabei einen seiner ersten Zwischenstopps in Wuppertal ein. Für ihn und das Team, das ihn begleitet, gab es nicht nur eine Verpflegung vom Imbiss Schmackes, direkt gegenüber der Utopiastadt, sondern auch eine längere Pause direkt am alten Mirker Bahnhof.

Die Erfahrung aus Wuppertal teilte er dann direkt via Livestream auf Instagram mit seinen 1,1 Millionen Followern. »Ich befinde mich hier gerade an einem derzeit im Bau befindlichen Bahnhofsgebäude«, schildert Böhmermann im Video. Die Nordbahntrasse hebt er dabei ebenfalls hervor. Er habe sich gerade hier informiert und zeigt sich begeistert von der Arbeit des Utopiastadt-Vereins, der seit einigen Jahren das Gebäude ehrenamtlich restauriert. »Sehr schön, ganz freundliche Stimmung – würde ich fünf von fünf Sterne geben«, ist das Fazit von Böhmermann. (WZ)

Wuppertal: Forum Mirke feiert im Hutmacher das 50. Treffen und zehnjähriges Bestehen

Westdeutsche Zeitung, 11.09.2023

2013 hatten »Utopisten«, wie sich die umtriebige Truppe im Mirker Bahnhof nennt, das Forum gegründet. Alle zwei Monate treffen sich hier Gruppen und Organisationen, die sich im Viertel engagieren wollen. Manche sind ständige Teilnehmer – und auch ein Redner zum Zehnjährigen war von Anfang an dabei: Sven Macdonald, Leiter der städtischen Abteilung Stadtentwicklung, erinnerte sich, das Forum zu Beginn auch einmal moderiert zu haben. (WZ)

Das neue Berlin heißt Wuppertal

DIE ZEIT, 02.03.2023

Viel Zeit, viel Energie haben seine Freunde und er in das Projekt gesteckt, der Name: Utopiastadt. Oft schon hat Becher davon erzählt, so oft, dass es sich jetzt recht fachkongresstauglich anhört. Da ist viel von Transformationsforschung die Rede, von informellen Lernorten, kreativer Renitenz, von einem andauernden Gesellschaftskongress. Und natürlich von all dem, was man heute so hat in größeren Städten: Urban Gardening, Co-Working-Space, Fahrradwerkstatt.

Das Erstaunliche daran: das Selbstzutrauen. Aus dem Nichts heraus, aus einer Tankstellen- und Bahnhofswüste etwas aufzubauen, das heute Hunderte Menschen anzieht, Ausflügler, Kaffeeröster, Filmemacher, weil sich hier etwas abspielt, von dem niemand genau weiß, was irgendwann daraus werden wird. Und niemand es unbedingt wissen will, weil es darum auch nicht wirklich geht. Viel wichtiger ist ja das Loslegen und Losmachen. (DIE ZEIT)

Utopiastadt bei der Förderbande

— NRW Stiftung, Dez 2022 —

»Da gibt es nicht erste oder zweite Klasse, da gibt’s nur ganz vorne!«
(Stefan Ast, Geschäftsführer NRW-Stiftung im Podcast »Förderbande«)

Im Sommer war erst die NRW-Stiftung bei uns zu Gast, und dann waren Amanda und David zu Gast bei der Förderbande. Das ist ein ganz frischer Podcast der NRW-Stiftung und wir waren direkt in der zweiten Folge dabei.

Warum wir überhaupt bei der Förderbande mitmachen dürfen? Nun, die NRW-Stiftung fördert unseren Eigenanteil zur Sanierung des Bahnhofs-Hauptgebäudes mit 200.000,– Euro, was neben der Unterstützung durch die Jackstädt-Stiftung in gleicher Höhe seinerzeit den endgültigen Start für die Sanierungsarbeiten gegeben hat. Dafür einen herzlichen Dank!

Und ebenfalls herzlichen Dank an Marija Bakker für das schöne Gespräch im Sommer. Doch hört selbst:

https://nrw-stiftung.podigee.io/2-folge-2-zu-gast-in-utopiastadt#t=2

Utopiastadt geht in die lokale Geschichte ein

Westdeutsche Zeitung, 08.05.2022

Die Utopiastadt ist ein Ort, der schwierig zu beschreiben ist. Eine Vision, die viele Menschen mitentwickeln. Zahlreiche Projekte rund um den Mirker Bahnhof, die ins Quartier hineinstrahlen. Ein neues Nachschlagewerk gibt Auskunft darüber, die Utopiastadt-Fibel.

Am Donnerstag hat Oberbürgermeister Uwe Schneidewind ein Buch für das Stadtarchiv abgeholt. So geht die Utopiastadt in die lokale Geschichte ein. (WZ) (Utopiastadt-Fibel)

Wuppertaler zeitung, Utopiastadt-Fivel

Drei hervorragende Projekte aus Dortmund, Siegen und Wuppertal ausgezeichnet

Engagementpreis NRW 2021, 6.12.2021 —

Der Sonderpreis der Nordrhein-Westfalen-Stiftung wurde von Stiftungspräsident Staatsminister a. D. Eckhard Uhlenberg an das Projekt »UTOPIASTADT« des Utopiastadt e. V. aus Wuppertal verliehen. Vor über zehn Jahren mit der Vision für einen Ort gestartet, den Bürgerinnen und Bürgern für freie Kulturveranstaltungen und Vernetzung nutzen können, ist Utopiastadt in Wuppertal heute ein überregional viel beachtetes Projekt der gesellschaftlichen Transformation im städtischen Raum. (Land NRW)

Verödete Innenstädte und neue Utopien in Wuppertal

ARD, Tagesthemen 18.11.2020

Vom Bahnhof zum Gesellschaftsexperiment

— Deutschlandfunk Kultur, 07.10.2019 —

… Sie wollen das Zusammenleben im Quartier verbessern. Dabei beschäftigen sie sich ganz nebenbei mit den großen Fragen der Gesellschaft, meint David Becher.

»Da haben wir jetzt die Gartenfläche, da haben wir die Tomaten angepflanzt. Wer darf die denn jetzt ernten? Nur die, die zur Gartengruppe gehören? Wie definiert ist das? Wann gehört man wirklich zur Gartengruppe? Oder alle Utopisten? Dann wird es noch viel schwieriger. Wer ist das denn jetzt? Oder alle, die vorbeikommen? Und dann sitzt man da und überlegt. Irgendwie werden sie immer geerntet und gegessen, die Tomaten. Und hinterher weiß keiner so ganz genau. Und drei aus dem Garten sind ganz frustriert, weil sie nicht mitgekriegt haben, wer sie geerntet hat. Dafür hat die Grillgruppe vom Fahrradverleih einen Tomatensalat zum Würstchen gehabt. Muss man da formal werden? Muss man da ein Namensschild an die Tomatenpflanze machen, damit klar ist, die hat der Klaus gepflanzt und da dürfen nur Klaus und Klaus‘ Freunde ernten?«

Weil es hier auf solche Fragen keine klaren Antworten geben kann, sondern alles immer neu ausgehandelt werden muss, nennt sich Utopiastadt auch einen »andauernden Gesellschaftskongress«. Das Sprechen miteinander hört nie auf, und was heute richtig ist, kann morgen falsch sein.

Politik und Wissenschaft stürzen sich auf die Utopiastadt – obwohl hier nur, wie David Becher es formuliert, »über die Tomatenfrage« diskutiert wird. Die Universität Wuppertal untersucht zum Beispiel, wie es gelingen kann, dass unterschiedliche Initiativen gemeinsam Flächen nutzen. Immer mal wieder schaut ein Lokalpolitiker vorbei. In gesellschaftlich angespannten Zeiten sind die heilfroh über Ideen, wie unterschiedliche Menschen an einen Tisch gebracht werden können. … (Deutschlandfunk Kultur)

Die Utopisten im historischen Bahnhof Mirke

Bundeswettbewerb europäische Stadt, 09.10.2018

Utopiastadt ist ein im stillgelegten Wuppertaler Bahnhof Mirke geschaffenes kreatives »Labor«, das zu einem überregionalen Denk- und Handlungsraum rund um innovative, zukunftsfähige und integrierte Stadtentwicklung herangewachsen ist. Utopiastadt lebt von ehrenamtlichen Visionären und Machern aus der Breite der Gesellschaft – den Utopisten. (BMI)

Bundeswettbewerb europäische Stadt, 09. Oktober 2018: Die Utopisten im historischen Bahnhof Mirke

Studenten nachts in Wuppertal »Ein bisschen wie in Berlin«

— Spiegel, 11.12.2016 —

»Hier sieht man, was sich in Wuppertal ändert«, sagt Sophie, und sie klingt ein bisschen stolz. Die Stadt ist arm, kann sich nicht viel leisten, schon gar nicht kulturell. »Also machen die Leute das selbst«, sagt sie. »Früher«, ergänzt Micha, »sind viele weggezogen. Heute bleiben sie und versuchen, etwas aufzubauen.« (SPIEGEL)

Fünf Thesen über eine arme Stadt

— brand eins, 01.07.2013 —

»Wuppertal ist ein guter Ort für Utopien«, sagt Christian Hampe. »Wenn die Stadt nichts machen kann, gewinnt man Spielfläche. Das ist zum Beispiel in Düsseldorf schwieriger. Da investiert die Stadt ein paar Millionen in ein Festival, und ich brauche als freier Künstler gar nicht mehr drüber nachzudenken, so etwas anzufangen. Hier dagegen hat die freie Szene mehr Aufmerksamkeit und Drang, etwas zu tun. Außerdem gibt es in Wuppertal viel Leerstand, wo etwas stattfinden kann.«
Der Kommunikationsdesigner leitet gemeinsam mit seiner ehemaligen Kommilitonin Beate Blaschczok das Projekt Utopiastadt, ein Ort, an dem über urbane Ideen nachgedacht wird. Die Stadtsparkasse überließ den Aktivisten 2011 den Mirker Bahnhof, ein unter Denkmalschutz stehendes Gebäude mit 2200 Quadratmetern, das jahrelang leer stand. (brand eins)

UTOPIASTADT — EIN STÜCK HEIMAT

WDR, 2012

Neues Kulturzentrum im Mirker Bahnhof setzt Utopien aufs Gleis

— Westdeutsche Zeitung, 12.10.2011

Bahnhöfe besitzen Symbolgehalt, der von Aufbruch bis Abschied allerlei Schattierungen enthält. Den Abschied hat der Bahnhof Mirke längst hinter sich, jetzt steht dem vernachlässigten Gebäude ein neuer, gänzlich unerwarteter Aufbruch ins Haus. Was geplant ist, stellte das Team um das Kultur- und Kreativprojekt Clownfisch jetzt unter dem Stichwort »Utopiastadt« vor. (WZ)

Westdeutsche Zeitung, 2011