Wo stellen wir die Fahrzeuge ab? Welche Fahrzeuge benötigen wir überhaupt? Und wie können wir die Architektur dafür flexibel halten, wenn zum Beispiel ein Parkhaus in wenigen Jahrzehnten gar nicht mehr für Autos benötigt wird?
Damit haben sich Studierende im Fachbereich Architektur für ihre Bachelor-Arbeiten beschäftigt. Diese werden unter dem Titel ›Mirke Mobility‹ gerade in den Räumen des Innenstadtmanagements mitten in der Fußgängerzone ausgestellt, und Professor Michael Weichler wird sie uns beim Forum:Mirke vorstellen und Fragen beantworten.
Auf die Gesundheit!
Die Daten der Schuleingangsuntersuchungen in Wuppertal sprechen eine deutliche Sprache: Rund jedes fünfte Kind weist Auffälligkeiten im Bereich der psychischen und sozioemotionalen Kompetenzen auf und jedes zehnte Kind hat Adipositas.
Gesundheitsamt, Alte Feuerwache und Bergische Universität haben sich zusammengetan, um mit dem Förderprojekt ›Gesund aufwachsen in der Nordstadt‹ die Kräfte für bessere Perspektiven zu bündeln. Vincent Utech, der für die Alte Feuerwache das Projekt vertritt, wird über das Vorhaben berichten.
Forum:Mirke
Die zweimonatigen Treffen richten sich an aktive, lokale Gruppen und Organisationen sowie alle die das Interesse teilen sich im Quartier zu engagieren. Eine Einladung zum Forum erfolgt z.Zt. über einen Email-Verteiler und mündliche Weitergabe. Eine Teilnahme ist offen und für alle Interessierten jeder Zeit möglich.
Der Termin ist einer von mehreren in denen das Coforschungs-Team aktuelle Arbeiten vorstellen wird. Dieses Mal stellt Jessica Hoffmann ihre Dissertation zum Thema „Stadt:machen als Beziehungsgestaltung. Entwicklungsprozesse und transformative Potentiale zivilgesellschaftlichen Stadtmachens“ (Interimstitel) vor.
In ihrer Promotion am Arbeitskreis für Gemeinschafts- und Nachhaltigkeitsforschung, am Institut für Soziologie der Universität Münster setzt sich Jessica mit den Entwicklungsprozessen einer zivilgesellschaftlichen Stadtmacher*innen Initiative auseinander, die im Rahmen einer Projektförderung seit 2022 ein Kultur- und Nachbarschaftszentrum entwickelt. Ihre Ergebnisse beruhen auf einer 30tägigen Feldforschung im Frühjahr 2022 in der sie die Gründungsphase des Neuen Volkshauses Cotta begleitet hat.
Im Kolloquium wird Jessica die Auswertungsergebnisse ihrer Feldforschung vorstellen und erste Schlüsse ziehen, wie die Entwicklung der jungen Initiative soziologisch eingeordnet werden können. Gemeinsam soll anschließend diskutiert werden, welche Auswirkungen und transformativen Potentiale Stadtmacher-Projekte auf ihre Mitwirkenden, ihr Netzwerk und ihre Stadtgesellschaft haben können und auf welche Hürden sie dabei stoßen.
Das Coforschungs-Team freut sich auf rege Teilnahme und euer Feedback!
>>>Ein Mobility Hub auf dem Gelände von Utopiastadt>>> >>>Ausstellung der Abschlussarbeiten der Bachelor Absolventinnen und Absolventen der IU Internationale Hochschule>>>
>>>vom 8. Juli bis zum 5. August im Ladenlokal des Innenstadtmanagement Elberfeld auf der Schwanenstraße 33 in der Wuppertaler/Elberfelder Innenstadt>>>
DI. 14.7., 19:00 UHR SONDERVORSTELLUNG IM RAHMEN DES FORUM:MIRKE
>>>Intro>>> New York, London, Paris, Wuppertal. Geht es um Mobilität darf die Stadt Wuppertal sicherlich in einem Zug mit den großen internationalen Metropolen genannt werden. Wuppertal ist Schwebebahn und Schwebebahn ist Wuppertal. Und während die für die Stadt so bedeutende Textilindustrie in Wuppertal kaum noch anzutreffen ist, zieht die Schwebebahn weiterhin unbeirrt jeden Tag Ihre Bahnen zwischen Vohwinkel und Oberbarmen. Spitzt man es ein wenig zu, ist sie damit sogar fast 30 Jahre älter als der heutige Stadtname, der durch die Vereinigung der kreisfreien Städte im Tal der Wupper erst im Jahr 1929 entstanden ist. Neben der Bedeutung als Wahrzeichen der Stadt ist die Schwebebahn aber ebenso ein ingenieurtechnisches Meisterwerk, und darf auch hier in einem Atemzug mit dem Pariser Eifelturm genannt werden. An der Spitzenstellung hat sich selbst knapp 125 Jahre nach ihrer Inbetriebnahme nicht viel geändert. Von Beginn an elektrisch betrieben und als Leichtbau konzipiert, gehört sie ebenso aufgrund Ihres ehrwürdigen Alters weiterhin zu den ökologischsten Fortbewegungsmitteln unserer Zeit. Par excellence verbinden sich in ihr elegante Anmutung, technische Rafinesse, sowie soziale Bedeutung und ökologisches Bewusstsein. Damit aber nicht genug. Wuppertal ist alles andere als ein One-Hit-Wonder und hat im neuen Jahrtausend das nächste Mobilitätshighlight für sich geschaffen. Wenn New York aus aller Welt für die Transformation der High Line bestaunt wird, im übrigen jünger und kürzer wie die Wuppertaler Schwebebahn, wird Wuppertal das für die Umwandlung der Nordbahntrasse zuteil. Über die ehemalige Eisenbahnstrecke können sich seit 2014 über eine innerstädtische Strecke von gut 10 km Fussgänger, Radfahrer, Skater, etc. durch die Wuppertaler Stadtgeschichte und -bezirke bewegen. Viadukte, Brücken und Tunnel inklusive, vor allem aber auf annähernd gleichbleibendem Höhenniveau. In der bewegten Topografie der Stadt von besonderer Bedeutung und von ebenso sozialem Wert. So ist nicht nur eine direkte Verbindung zwischen Orten geschaffen worden, die Verbindung selbst ist Kommunikationsraum geworden. An diese Denkweise und diesen Pioniergeist soll nun auch die Bachelor Arbeit im Wintersemester 2025/2026 anknüpfen.
>>>Grundstück>>> Die Nordbahntrasse verläuft entlang des nördlich der Wupper gelegenen Hangs. Sowohl zentral in Bezug auf die Nordbahntrasse, als auch in Bezug auf das Stadtgebiet, befindet sich der ehemalige Bahnhof Mirke im gleichnamigen Wuppertaler Stadtteil. Er ist die Keimzelle von UTOPIASTADT, einem Wuppertaler Thinktank und Stadtlabor, die darin seit 2011 eine Heimat für sich und die Bürger gefunden hat. Seit 2018 konnten auch die umliegenden Flächen für eine gemeinwohlorientierte Entwicklung gesichert werden und summieren sich mittlerweile auf 36.000m2. Im Norden wird das Gebiet begrenzt durch die A46, die zwar optisch durch einen dichten Gehölzsaum abgeschirmt wird, akustisch aber als weiterer Mobilitätsbaustein wahrnehmbar ist. Ähnlich wie das ehemalige Bahnhofsgebäude, nimmt der Campus der UTOPIASTADT diverse Nutzungen in sich auf und befindet sich in stetigem Prozess. So ist weiterhin ein Großteil der Prototypbauten des Solar Decathlon Europe, der hier im Jahr 2022 stattfand, erleb- und benutzbar. Ebenfalls von eher temporärer Struktur findet sich auf dem Gelände das Fahrradreparaturcafé der Mirker Schrauba sowie die Lastenradverleihstation Fienchengarage. Momentan etwas abseits und eher unsachgerecht geparkt, steht zudem ein Wuppertaler Rohjuwel. Im Jahr 2015 konnte UTOPIASTADT einen von drei ausrangierten Schwebebahnwaggons in einem von den Stadtwerken Wuppertal ausgeschriebenen Wettbewerb gewinnen und nennt diesen seitdem ihr eigen. Diese drei Anker sollen nun verstätigt werden und bilden die Basis für den Mirker Mobility Hub auf dem Campus von UTOPIASTADT.
>>>Gebäude>>> Mit dem Mirker Mobility Hub soll ein weiterer Baustein in der reichhaltigen Mobilitätslandschaft der Stadt Wuppertal entstehen. In ihm sollen sich alle aktuell gängigen Mobilitätsformen unter einem Dach vereinen. Neben den bereits bestehenden Angeboten des Fahrradreparaturcafés und der Fahrradverleihstation, sollen hier ebenso Flächen für den motorisierten Individualverkehr geschaffen werden. Selbstverständlich mit elektrischer Ladeinfrastuktur und Car Sharing Station. Er soll aber ebenso als Quartiersgarage den Straßenraum des Stadtteils Mirke entlasten, und diesen dadurch für gesellschaftliche und ökologische Nutzung frei spielen. Als Herzstück und Aushängeschild wird der Schwebebahnwaggon wiederbelebt. Nutzung und Positionierung sind hierbei freigestellt, hingegen ist die hängende Lagerung selbstverständlich ein Muss. Neben der inhaltlichen Ausrichtung soll der Mirker Mobility Hub auch konstruktiv in die Zukunft blicken. Erwartet wird ein robustes und nutzungsoffenes Gebäudekonzept, das adaptive Anpassungen in den kommenden Jahrzehnten zulässt. So sollen bei sinkendem Bedarf an PKW-Stellplätzen Parkflächen möglichst zerstörungsfrei zu Büro- und Gewerbeflächen umgenutzt und das bereits vorhandene Serviceangebot sukzessive ausgebaut werden. Dem Achsmaß, der Raumhöhe und natürlich der Bauweise kommt also besondere Bedeutung zu, die über die einer reinen Hochgarage hinausreichen muss. Entsprechendes gilt für den Schichtenaufbau und die Verbindungsmittel. Sortenreinheit und lösbare Verbindungen können diesbezüglich Lösungsansätze darstellen. Darüber hinaus ist die Energiegewinnung in das Gebäudekonzept zu integrieren. Der Mirker Mobility Hub sollte weitestgehend autark funktionieren, und über die Ladeinfrastruktur auch als zukünftiger Pufferspeicher agieren. Photovoltaik- und/oder Windkraftanlagen ist also möglichst viel Fläche einzuräumen.
>>>Outro>>> Die Ausstellung zeigt eine Auswahl der Bachelor Arbeiten, die im Wintersemester 2025/2026 in Kooperation mit Utopiastadt entstanden sind. Die Studierenden hatten Zugriff auf das MiG Handbuch (Mobilstationen im Quartier) sowie die Ideenskizze Quartiersgaragen Elberfeld 2021, beide herausgegeben von der Neue Effizienz gGmbH. Wie fast alle Architekturentwürfe aus studentischer Hand, bleiben sie fiktiv und beleuchten ein Thema exemplarisch. Im Idealfall bieten Sie dadurch ebenso Diskussionspotenzial, das sich auch in der realen Welt nutzen lassen kann. Wir hoffen dies ist beim Mirker Mobility Hub gelungen und wünschen viel Spaß mit der Ausstellung.
Auf der Spendenplattform Betterplace gibt es am Sonntag, den 28.06. von 09:00 bis 23:59 Uhr einen Aufschlag zu jeder Spende!
Für diesen Spendenmarathon stehen 225.000€ Aktions-Budget zur Verfügung. Am Ende der Aktion wird das Budget anteilig verteilt: Dafür wird berechnet, wie hoch die Spendensumme für Utopiastadt Projekte im Verhältnis zur Gesamtspendensumme aller teilnehmenden Projekte im Aktionszeitraum war. Entsprechend dieses Anteils erhalten wir zusätzliches Geld aus dem Fördertopf. Erhält unser Projekt z.B. 3% der gesamten Spendensumme der Aktion, bekommt es zusätzlich 3% des Aktions-Budgets.
Utopiastadt sichern
Finanziere einen Quadratmeter Utopiastadt mit 100,– € (oder mehr oder weniger :).
Die Industriebrache rund um den alten Bahnhof Mirke in Wuppertal beläuft sich auf ca. 50.000 qm. Ende 2019 haben wir es geschafft, knapp 40.000 qm der Fläche als Utopiastadt Campus zu sichern. Ziel ist es die Fläche zukünftig als Freiraum für Kultur, Sport, Sozialem und Urbaner Produktion nutzen zu können. Darüber hinaus entsteht hier ein Standort, der praktisch und anschaulich zeigt, wie wir im städtischen Raum gemeinsam wirtschaften und leben können.
Der Utopiastadt Campus bietet mit seiner zentralen Lage und großen, industriell nutzbaren Fläche viel Potenzial, um Stadtentwicklung zukunftsfähig zu gestalten. Er birgt jedoch auch eine große, vor allem finanzielle Herausforderung, der wir uns als Utopiastadt nur mit eurer Hilfe annehmen können.
Kredit, Zinsen, laufende Betriebskosten, nachhaltige und notwendige Investitionen in die bestehenden Gebäude sowie die Entwicklung und Umsetzung neuer Ideen benötigen neben dem großen ehrenamtlichen Engagement auch finanzielle Mittel. Um den Freiraum mitten in Wuppertal als einen solchen weiterhin bereitstellen zu können, brauchen wir euch!
Die symbolische Quadratmeterspende von 100,- pro QM leistet dabei einen wichtigen Beitrag zur Finanzierung des Utopiastadt Campus.
Baukultur entsteht vor Ort – durch engagierte Menschen, lokale Projekte und gelebte Zusammenarbeit. Deshalb macht sich die Bundesstiftung Baukultur im Juli und August 2026 erneut auf den Weg durch Deutschland. Auf ihrer siebten Baukultur Sommerreise besucht das Stiftungsteam Initiativen, trifft engagierte Partnerinnen und Partner und berichtet täglich live über Social Media von unterwegs.
Mit der Baukultur Sommerreise möchte die Stiftung engagierte Akteurinnen und Akteure kennenlernen und herausragende Projekte der Baukultur bundesweit besuchen. Gemeinsam mit lokalen Partnerinnen und Partnern werden baukulturelle Themen aufgegriffen, das breite Engagement für Baukultur sichtbar gemacht, Impulse gesetzt und zum Mitmachen angeregt. Gute Praxisbeispiele bieten dabei Anlass für Austausch und Diskussion über aktuelle Herausforderungen des Bauens und Wohnens sowie über gelungene Lösungen in Planung, Bau und Stadtentwicklung.
Wir freuen uns sehr darüber, dass Utopiastadt in diesem Jahr eine der Stationen ist und wir gemeinsam Gespräche zu Prozessen, Finanzierung und Zukunftsperspektiven führen können.
14:00 Uhr Begrüßung und Rundgang mit Christian Hampe, Geschäftsführung Utopiastadt gemeinnützige GmbH und Reiner Nagel, Vorstandsvorsitzender Bundesstiftung Baukultur
Im Rahmen der Sanierung des historischen Mirker Bahnhofs am Utopiastadt Campus gibt es einige Themen bei denen wir im Ehrenamt aus alten Metallteilen wieder neue Elemente für Utopiastadt bauen. Aus alten Tischgestellen die neuen WC Trennwände zusammenbraten oder vielleicht aus Fahrradrahmen neue Geländer gestalten.
Dabei haben wir ganz frisch eine Supportzusage von @steelist_metallbau und suchen jetzt noch Metall-affine Menschen, die Lust haben, sich unserer Metall-Truppe anzuschließen.
Also steckt in dir ein Schmied, eine Metallgestalterin oder bist du auch ein Steelist und willst etwas zu Utopiastadt beitragen? Dann melde dich unter info@utopiastadt.eu
In der Sendung ›NANO‹ auf 3sat wurde am 1. Juni 2026 ein schöner Beitrag über Utopiastadt als Beispiel für 3. Orte ausgestrahlt. Bis Ende Mai 2031 kann man ihn noch in der Mediathek ansehen (startet bei 9:29 min.):
Danke und Hut ab! … für 14 Jahre Hutmacher, den stetigen Wandel und so viele schöne Momente!
Jetzt muss der verrückte Hutmacher den Hut nehmen und erstmal Luft an sein Haupt und damit Platz für die Sanierung lassen.
Am 06.06.26 feiern wir gemeinsame 14 Jahre im Hutmacher und die Veränderung. Wir feiern das letzte mal an der Büchertheke, so wie ihr sie kennt und liebt.
Manche Orte sind mehr als ein Raum mit vier Wänden.
Sie werden zu Erinnerungen. Zu einem ersten Konzert. Zu einer langen Nacht. Zu dem Gespräch, das alles verändert hat. Zu einem Zuhause auf Zeit.
Die Büchertheke war genau so ein Ort.
Hier wurde gelesen und gelacht. Hier wurde gestritten und versöhnt. Hier wurden Freundschaften geschlossen, Liebe gefunden und Abschied genommen. Hier sind Geschichten entstanden — und jetzt ist es Zeit für eine neue.
Nicht, weil etwas endet.
Sondern weil wir weiterziehen.
Der Hutmacher war nie dafür gemacht, stehen zu bleiben. Wir ziehen auf den Bahnsteig. … und von dort im Herbst wieder zurück in den alten Bahnhof. Wir sind unterwegs. Immer in Bewegung. Immer auf Reisen. Die Räume verändern sich. Die Menschen bleiben. Die Geschichten bleiben. Der Hutmacher bleibt der Hutmacher.
Deshalb laden wir euch ein, noch einmal vorbeizukommen. Noch einmal an der Theke zu stehen. Noch einmal euren Lieblingssong zu hören. Noch einmal Erinnerungen zu teilen. Schreibt sie ins Gästebuch. Schickt sie uns als Sprachnachricht. Erzählt sie weiter. Denn ein Ort lebt nicht durch seine Wände. Er lebt durch die Menschen, die ihn mit Bedeutung füllen.
Am Samstag nehmen wir Abschied von der Büchertheke. Und machen uns gemeinsam auf den Weg.
Zum nächsten Kapitel.
MACH MIT und saniere Deinen Lieblingsort! Hutmacher und Wartesaal 3. Klasse werden jetzt in Angriff genommen. Und einen Teil leistet Utopiastadt in sogenannter ›baulicher Selbsthilfe‹. Das bedeutet: Alle können mit anpacken! Sei dabei: Jeden Samstag ab 11:00 Uhr beim UTOPIASTADT WORKOUT.
Du möchtest die Sanierung finanziell unterstützen? SPENDE HIER. Herzlichen Dank!