Dürren, Überschwemmungen, Stürme. Unbewohnbare Zonen und Verteilungskämpfe breiten sich aus. Die Klima-Monologe erzählen auf persönliche und ergreifende Weise, wie Menschen in unterschiedlichen Regionen der Welt unmittelbar die Folgen des Klimawandels in ihren eigenen Biografien spüren.
»Eine minimale Regie gibt den Geschichten allen Raum, die sie brauchen. Die Bilder entstehen im Kopf. … Wirkt stärker als jedes Nachrichtenbild. … Aber die Geschichten erzählen auch von der Hoffnung, vom Wiederaufbau und vom Engagement. Eine sehr eindringliche Aufforderung, etwas zu tun, aufzuwachen.« rbb Kulturradio
Seit März 2021 erscheint in der Reihe »Logbuch Utopiastadt« regelmäßig eine Kolumne aus Utopiastadt im Wuppertaler Lokalteil der Westdeutschen Zeitung. Und hier auf der Seite.
Diese Kolumne ist vonNils Kohnen:
LOGBUCH 0.73
Jeden Samstag ab 11:00 Workout in Utopiastadt – für viele ein fester Termin im Kalender, analog oder digital, im Kopf verankert oder erinnert durch die regelmäßige Nachricht von Ralf oder Frieda: »Ich bring dann mal Brötchen mit«. Neben den vier Bundesfreiwilligendienstleistenden und den Utopist*innen, die fast immer dabei sind, kommen interessierte Menschen aus der Nachbarschaft und solche, die den Bahnhof noch aus früheren Zeiten kennen. Alle mit dem gleichen Ziel: Gemeinsam Gebäude und Flächen für alle herzurichten. Denn jeden Samstag heißt es am Bahnhof Mirke, km 13,6 der Nordbahntrasse: Anpacken, plaudern, schaffen, lernen, staunen – und schmausen!
Die Planung startet schon freitags beim Workout-Treffen in der alten Gepäckabfertigung (GPA). Neben der Priorisierung der Arbeitsaufgaben ist die spannende Frage: Was essen wir? Manches steht fest – morgens Brötchen, abends wird gegrillt. Aber was gibt es dazu? Nur Grillgut ist langweilig und es gibt gute Köch*innen unter den Ehrenamtlichen. Also überlegen wir gemeinsam: Welche Ansprüche gibt es, was ist noch da, was liegt im Foodsharing-Kühlschrank, was ist saisonal und regional verfügbar?
Es soll vegan sein, was Warmes, angepasst an Unverträglichkeiten und Essgewohnheiten. Ohne Kokosnuss, ohne Tomate, ohne Nüsse, lieber kein frischer Knoblauch und ohne Alkohol. Praktisch wäre, dass Geschirr und Besteck leicht zu reinigen sind – also lieber kein Reis. Bleibt da echt nur noch Suppe? Mitnichten! Curry, Nudeln mit Bolognese, Kürbis in allen Varianten, eine Gemüsepfanne oder etwas aus einer entfernten Küche. Und ja, natürlich auch mal eine Suppe mit Salat.
Davor noch das Frühstück: Wie viele Menschen kommen? Wie viele Brötchen brauchen wir – mehr als 2,25 pro Person? All die Fragen stellen sich jede Woche aufs Neue. Tatkräftige Utopist*innen vertiefen sich in die Suche nach Antworten, entwickeln Prozesse und bringen sich gegenseitig mit Wissen, Rat und Tat weiter. Dazu das Spontane: Es fehlt ein Gewürz – aber es gibt ja auch noch die Küche im Coworking. Dazu bringen immer Leute noch etwas mit, das das vorhandene Essen ergänzt.
Und irgendwie steht man immer gemeinsam in der Küche. Egal was es wird – es schmeckt immer hervorragend. Vielleicht wegen der Zutaten, mit Sicherheit wegen der Sorgfalt, mit der auch die fünfzehnte Karotte ebenso hingebungsvoll gewürfelt wird, wie jede voherige. Und wegen der vielen Menschen, die kurz pausieren, Ideen einbringen – sei es Rosmarin aus dem Garten oder das Messer welches in der Werkstadtt noch einmal frisch geschliffen wird – damit die Zwiebeln nicht so im Auge brennen. Selbst wenn das Essen nicht punkt 17 Uhr fertig ist, wird es gemeinsam gegessen, begleitet von Geschichten und diesem schwer beschreibbaren Gefühl gemeinsamer Zeit.
Vom Planen über das Zusammensuchen und Zubereiten bis hin zum gemeinsamen Essen entsteht jedes Workout-Essen als gemeinsames Erlebnis – getragen von vielen Händen, Ideen und Begegnungen. Und genau das macht es jeden Samstag aufs Neue besonders.
Frise Lumière Under a grazing light, Frise Lumière is a personal project by artist, musician and composer Ludovic Gerst. By refining the instrumentation to only his bass, he is able to extract rythmic, harmonic and percussive melodies.
Frise Lumière began as a series of work sessions, collaborations, and experiments with dancers, artists, and textile designers before evolving into a fully solo project. Exploring and perfecting this rhythmic instrument to the fullest extent possible before creating his debut album, Bisou Genou, which was released at the end of October 2021 and performed throughout Europe.
Ambo is the outcome of numerous interactions from the past and present, affirming and advancing the research of his prepared bass’s acoustic possibilities.
His use of broomsticks, mallets, and drumsticks enhances his rhythmic playing. Whether he plays his instrument more conventionally or flat on his lap. A method that is already audible in a few of the tracks on his first LP.
“Everything comes from raw textures, a noise, a note… like a voiceless chant trying to come to life, to cast itself out of a body, out of a mouth, out of this page, this bass. Hit, stroke, hijacked, refined to only itself, the instrument becomes both melodic and rhythmic, turning into percussion, letting through other voices, other breaths.“
TICKETS In der Only Hut-Reihe verzichten wir bewusst auf Eintritt, um niederschwelligen Zugang für jede*n zu Kultur und Musik zu ermöglichen. Während 1-2 Hutrunden bestimmst du deinen Eintrittspreis selber – je nachdem wieviel dir der Abend wert war und wieviel du aufbringen kannst. Dabei ist es uns wichtig darauf hinzuweisen, dass hier Acts auf der Bühne stehen, die von ihrer Arbeit leben wollen und sollen. Ein solch hochwertiges Programm funktioniert nur mit eurer Wertschätzung
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Moderation: Ralph Michael Beyer (mit und ohne Hut, aber nie ohne Worte) Ort: Das Café Hutmacher in Utopiastadt – wo Visionen Espresso trinken und Poesie eine Bühne hat.
Am 14. Februar 2026 wird das Café Hutmacher in Utopiastadt wieder zur literarischen Arena, wenn fünf wortgewaltige Bühnenkünstler mit Witz, Tiefgang und jeder Menge Textpower zum Poetry Slam laden. Freut euch auf einen Abend voller lauter Lacher, leiser Gedanken und spontaner Standing Ovations.
Mit dabei sind:
Eva Lisa hat geschrieben, bevor sie lesen konnte. Obwohl die Dortmunderin erst seit 2018 den Mut hat, mit ihren eigenen Texten auf der Bühne zu stehen, ist sie schon erfolgreich in drei Ländern aufgetreten und könnte sich jederzeit zur Ruhe setzen. Bevor das so ist, tritt sie aber nochmal im Cafe Hutmacher an der Trasse auf.
Christian Hilgers wurde geboren, als er klein war. Zum Glück, denn sonst wäre das mit der Geburt echt kritisch geworden. Danach ist er körperlich gewachsen. Sein Gehirn hingegen entwickelte sich in umgekehrten Hundejahren und ist jetzt in etwa acht bis 16 Jahre alt (situationsabhängig), mit den Erfahrungen eines 1985 Geborenen. Hilgers ist ein aufgeschlossener, bejahender Mensch, deswegen geht er mit einer Pro-, statt einer Contraattitüde durchs Leben. Außerdem mag er Bier. Aus diesem Grund ProBiert er viel (und liebt schlechte Wortspiele) – deshalb hat er 2023 erstmals das Lesen auf einer Bühne probiert; und ist seitdem nicht mehr von Poetry Slam losgekommen. Christian Hilgers schreibt humorvolle Kurzprosa, wobei diese Begrifflichkeit intellektueller ist als seine Texte. Die behandeln seinen Alltag – irgendwo zwischen Dorfgepflogenheiten einer kleinen Stadt am östlichen Rand des Ruhrgebiets, der Frage, wie lange Wahnsinn noch als Kreativität durchgeht und Beobachtungen und Beschreibungen, die diese Welt nicht voranbringen; aber mit ein bisschen Glück für sechs Minuten ein bisschen leichter machen.
Emil Bosse, geboren 1992 in Essen und wohnhaft in Köln, ist Spoken Word Künstler,Workshopleiter und Lehrer. Mit seinen Texten tritt er regelmäßig im deutschsprachigen Raum auf. 2018 ist er Stipendiat des internationalen Künstlerhauses Lukas im Ostseebad Ahrenshoop gewesen. Außerdem hat er mehrfach an den nordrhein-westfälischen Meisterschaften im Poetry Slam teilgenommen. Zuletzt erfolgte eine Veröffentlichung („Mathilda“) in der vom Lektora Verlag herausgegebenen Anthologie „Leude“.
Mario el Toro, geboren im Westerwald, ist seit 2012 als Poetry Slammer auf den deutschsprachigen Bühnen unterwegs. 2018, 2024 und 2025 stand er im Finale der rheinland-pfälzischen Landesmeisterschaft. Sein Repertoire umfasst gesellschaftskritische, tiefgründige, aber auch witzig-geistreiche Texte. Ursprünglich kommt er aus der Bildenden Kunst und entwickelte Texte für ein Kunsttheater. Mit kurzen Textpassagen aus diesem Programm erklomm er die ersten Poetry Slam Bühnen. Darüber hinaus organisiert und moderiert er verschiedene Slamreihen im Westerwald sowie im Großraum Köln/Bonn und Leverkusen.
Moderation: Ralph Michael Beyer – Staubmaus-Züchter, Tütensuppen-Gourmet und Elke-Versteher. Seit 2012 mischt er die Bühnen auf – mit schwarzem Humor, Alltagsverwirrungen und Texten, die so trocken sind wie ein vergessener Toast im Toaster. Und mindestens genauso knusprig.
Tickets
In der Only Hut-Reihe verzichten wir bewusst auf Eintritt, um niederschwelligen Zugang für jede*n zu Kultur und Musik zu ermöglichen. Während 1-2 Hutrunden bestimmst du deinen Eintrittspreis selber – je nachdem wieviel dir der Abend wert war und wieviel du aufbringen kannst. Dabei ist es uns wichtig darauf hinzuweisen, dass hier Acts auf der Bühne stehen, die von ihrer Arbeit leben wollen und sollen. Ein solch hochwertiges Programm funktioniert nur mit eurer Wertschätzung.
Der Klimawandel, die Abschottung und rechtsextremer Terrorismus – drei Herausforderungen, für die wir, die demokratische Gesellschaft, seit Jahren um Antworten und angemessene Reaktionen ringen. Und dabei oft das vermeiden, was uns am stärksten bewegt: Betroffenheit. Betroffenheit als persönliches Empfinden – und als Grundlage für entschlossenes Handeln.
Das Doku-Theater von ›Wort- und Herzschlag‹ schafft, was die Nachrichtenmeldung nicht kann: Bei den Klima-, Mittelmeer- und NSU-Monologen stehen einzelne Menschen im Mittelpunkt. Ihre persönlichen Geschichten, komponiert zu emotionalen Erzählungen, vorgetragen von Schauspieler:innen in unmittelbarer Konfrontation. So entsteht beim Zuhören ein direkter Bezug, ein persönlicher Kontakt, eine eigene Betroffenheit.
Wir wissen längst, dass der privilegierte Lebensstil Mitteleuropas dem Klima schadet. Dass er für Fluchtursachen mitverantwortlich ist. Und dass die Mehrheitsgesellschaft viel zu oft Integration nur als Forderung formuliert und dann daran scheitert, selber aktiv zu integrieren. Das führt nicht nur zu Leid in weit entfernten Gegenden. Das führt bis zum Tod, teilweise in unserer direkten Nachbarschaft. All das wissen wir. Für Leigh-Ann aus Paradise, Kalifornien, Naomie aus Kamerun oder İsmail aus Köln, drei von weit mehr Menschen, deren Geschichten in den Klima-, Mittelmeer- und NSU-Monologen erzählt werden, ist das kein abstraktes Wissen. Für sie ist es gelebtes Schicksal.
Lassen wir uns berühren. Und überlegen wir uns, was wir tun, um nicht fortwährend weitere Betroffene zu schaffen. Für die produktive Motivation folgt jeder Vorstellung der Monologe eine Podiumsdiskussion zum jeweiligen Monologe-Thema.
»Die Monologe berühren, schaffen Nähe, machen wütend und benennen Wege, um sich persönlich zu engagieren. (…) Sie widersetzen sich der Entmenschlichung der Tragödie. (…) Im Mittelpunkt stellen sie die Geschichten der Betroffenen.« die tageszeitung, taz über die MITTELMEER-MONOLOGE
Veranstaltungsort
UTOPIASTADT | Bahnhof Mirke Mirker Str. 48 | 42105 Wuppertal-Elberfeld
Dienstag, 24. Februar 2026 Utopiastadt | Mirker Str. 48 | 42105 Wuppertal Eintritt: Only Hut
Dürren, Überschwemmungen, Stürme. Unbewohnbare Zonen und Verteilungskämpfe breiten sich aus. Die Klima-Monologe erzählen auf persönliche und ergreifende Weise, wie Menschen in unterschiedlichen Regionen der Welt unmittelbar die Folgen des Klimawandels in ihren eigenen Biografien spüren.
»Eine minimale Regie gibt den Geschichten allen Raum, die sie brauchen. Die Bilder entstehen im Kopf. … Wirkt stärker als jedes Nachrichtenbild. … Aber die Geschichten erzählen auch von der Hoffnung, vom Wiederaufbau und vom Engagement. Eine sehr eindringliche Aufforderung, etwas zu tun, aufzuwachen.« rbb Kulturradio
Montag, 23. März 2026 Utopiastadt | Mirker Str. 48 | 42105 Wuppertal Eintritt: Only Hut
»Die Monologe berühren, schaffen Nähe, machen wütend und benennen Wege, um sich persönlich zu engagieren. (…) Sie widersetzen sich der Entmenschlichung der Tragödie. (…) Im Mittelpunkt stellen sie die Geschichten der Betroffenen.« die tageszeitung, taz über die MITTELMEER-MONOLOGE
Wir haben Fragen – ihr hoffentlich die passenden Antworten! Das Pubquiz-Team hat die Feiertage überstanden und ein fantastisches Quiz und wahnwitzige Preise im Gepäck.
ANMELDUNG: Ihr wollt euch mit eurem Team anmelden? Dann schickt eine DM über die Instagram-Seite des Café Hutmacher: https://www.instagram.com/hutmacher_bar Bitte gebt dabei Personenanzahl, eine Telefonnummer unter der wir euch erreichen können, und einen Namen für euer Team an. Die Teilnahmegebühr in Höhe von 3€ sammeln wir an dem Abend von euch ein. Wir freuen uns auf euch!
Ob ihr alleine singt, ein episches Gruppen-Duett hinlegt oder die ganze Crew auf die Bühne holt – hier geht’s um Musik, Spaß und pure Gemeinschaft! Die Bühne gehört euch: Feiert mit uns die erste Karaoke des Jahres. Egal ob Klassiker, Chart-Hits oder guilty pleasures – jeder Song ist willkommen! SPECIAL: Erster Song? Mexikaner aufs Haus! Für Mut, Leidenschaft und den unperfekten hohen Ton.
Eintragen in die Warteliste ab 19:30h – start gegen 20:00h Kommt, singt, feiert! Wir freuen uns auf euch!
SKABOUM steht für „Endlich wieder Ska“, so jedenfalls der Titel des ersten Albums. Das wieder da, das nie wirklich weg war. Nur neu entdeckt von der Band aus Wuppertal, die irgendwann mal aus Versehen über den Offbeat stolperte. Jetzt unterwegs mit einem Allerlei aus Tanzmusik und Texten zwischen Bewusstseinsbildung und Alltagsgeschichten, bemüht darum der Inhaltslosigkeit zu entkommen.
Das klassische Gitarre-Bass-Drums Fundament wird vom Harmonie-affinen Bläsertrio komplettiert. Gemischt mit anderen Genres und Sounds, ergibt das live das was es eben ergibt. Aber hört lieber selbst am 31.01.2026 im Hutmacher!
„Was beim Konzert im Hut landet, kommt diesmal nicht der Bandkasse zugute, sondern der Finanzierung von gewerkschaftlichen OrganizerInnen – des Garment Workers Trade Union Centre – in den Textilfabriken Bangladeschs. Solidarität aus der ehemaligen Textilstadt Wuppertal mit dem Kampf der TextilarbeiterInnen in Bangladesch um Löhne die zum Leben reichen und menschenwürdige Arbeits- und Lebensbedingungen. Getreu dem gewerkschaftlichen Motto:
Solidarity forever. For the union makes us strong!
Die Spendeneinnahmen werden über Solidarität International e.V. weitergeleitet.“, (Karl-Louis von SKABOUM)
Außerdem dabei ist die junge Wuppertaler Band Paroli Blitz!
Paroli Blitz sind eine Band und sie wissen es doch auch nicht. Irgendwo zwischen Schrammelpunk und New Wave. Wer es genau wissen will, kommt vorbei. Es wird schön!
TICKETS
In der Only Hut-Reihe verzichten wir bewusst auf Eintritt, um niederschwelligen Zugang für jede*n zu Kultur und Musik zu ermöglichen. Während 1-2 Hutrunden bestimmst du deinen Eintrittspreis selber – je nachdem wieviel dir der Abend wert war und wieviel du aufbringen kannst. Dabei ist es uns wichtig darauf hinzuweisen, dass hier Acts auf der Bühne stehen, die von ihrer Arbeit leben wollen und sollen. Ein solch hochwertiges Programm funktioniert nur mit eurer Wertschätzung.
Seit März 2021 erscheint in der Reihe »Logbuch Utopiastadt« regelmäßig eine Kolumne aus Utopiastadt im Wuppertaler Lokalteil der Westdeutschen Zeitung. Und hier auf der Seite.
Diese Kolumne ist von Elena Perez:
Logbuch 0.71
Es ist 10 Uhr morgens an einem Samstag in Wuppertal. Vier Bundesfreiwilligendienstler*innen (Bufdis) taumeln nach und nach in den Coworking Space in Utopiastadt, um von den Straßenschuhen in die Arbeitsschuhe zu schlüpfen. Die Stimmung ist angenehm, es wird auf gutes Wetter gehofft, heute soll viel geschafft werden.
Zusammen machen sich die Bufdis auf den Weg rüber zur ehemaligen Gepäckabfertigung (GPA). Dort werden sie herzlich von Ralf begrüßt. Er macht sich gerade auf den Weg, um Brötchen fürs Frühstück zu holen. Die Musikbox wird sofort angeschaltet und die von den Bufdis zusammen erstellte Playlist wird gespielt. Die vier drehen sich zum Whiteboard, welches vor zwei Monaten von ihnen an die Wand gehängt wurde. Dort sammeln die Bufdis jeden Tag ihre ToDos und verschaffen sich einen Überblick der Aufgaben und Prioritäten, die zu erledigen sind. Die zum größten Teil abgehakte Liste „ToDos, Heute (BFD)“ von gestern wird weggewischt und die heutige Liste wird aufgeschrieben. „Getränke auffüllen“, „GPA Müll entsorgen“ und „Tisch aufräumen“ stehen an. Also teilen sich die Bufdis auf, um die Aufgaben effizient und rechtzeitig vor 11:00 Uhr zu erledigen.
Um zehn nach sind schon ein paar Ehrenamtler*innen eingetroffen. Man weiß nie, wie viele am Samstag kommen, daher wird noch ein wenig gewartet, bis man sich zusammen dem Whiteboard widmet und plant, wer an welcher Baustelle arbeiten mag: Sanierung am Hauptgebäude, Pflege der Flächen, Fenster aufarbeiten und lackieren und vieles mehr. Die Bufdis teilen sich hier auch wieder auf, da, wo sie sein möchten, und auch dort, wo sie gebraucht werden. Es ist sehr selten, dass ein/e Bufdi an nur einer Baustelle tätig ist. Als Teil der Workout-Leitung muss man halt mal überall sein. Deshalb sieht man die vier öfters hin und herlaufen, Türen öffnen und wieder schließen, sich gegenseitig Sachen die Trasse rüber rufen oder mit dem kleinen Elektroschlepper von der Scheer Halle zum Außenlager fahren.
Es mag sich zwar sehr anstrengend anhören und ein bisschen ist es auch so, aber vor allem macht es viel Spaß. Mit dem Ehrenamt zusammen zu schaffen und Gesellschaft zu feiern, beim Frühstück, bei der gemeinsamen Arbeit und beim anschließenden Essen nach dem Werkeln, bringt ein sehr schönes Gefühl von Zufriedenheit und Zusammenhalt. Man hat das Gefühl, etwas Gutes und Richtiges aufzubauen, denn Utopiastadt strebt ja an, ein Ort zu sein, der offen ist, Geborgenheit vermittelt und für alle etwas zu bieten hat.
Wer also Lust hat, einen Ort mitzugestalten, der an alle denkt, oder auch einfach nur Gesellschaft genießen will, ist herzlich eingeladen. Jeden Samstag ab 11:00 Workout in Utopiastadt!