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Let’s talk about it: Transdisziplinarität und Co-Production

Wann: 17. Oktober 2022 │17:00-18:30 Uhr
Wo: Digital

Um eine Anmeldung per E-Mail an Annabell Lamberth (Zentrum Technik und Gesellschaft ) wird gebeten: annabell.lamberth@tu-berlin.de

Informelle Gesprächsreihe zum Austausch für Forschung an den Schnittstellen zwischen Wissenschaft und Gesellschaft

Die Zusammenarbeit über Institutionen und über die Grenzen der eigenen Disziplin und der Wissenschaft hinweg ist kein selbstverständliches oder einfaches Unterfangen. Um die Herausforderungen besser zu verstehen und sie gezielter adressieren zu können, braucht es Expertise. Immer mehr Forschende sammeln wertvolle Erfahrungen in inter- und transdisziplinären Projekten oder in Kooperationen zwischen Gesellschaft und Wissenschaft. Dieses Erfahrungswissen über Sonnen- und Schattenseiten neuer Forschungsmodi ist ein wertvolles Gut, das der Community der grenzüberschreitend Forschenden zur Verfügung stehen sollte. Eine fruchtbare Form der Wissensvermittlung sind informelle Gespräche über persönliche Erfahrungen. Deshalb laden wir zum offenen Erfahrungsaustausch ein.

Am 17. Oktober 2022 begrüßen wir Matthias Wanner und Christian Hampe zum Gespräch. Wir möchten mit ihnen über die Frage  „Wie muss transdisziplinäre Forschung gestaltet sein, damit sie auch für die Praxis einen Nutzen hat?“ diskutieren. Hintergrund dafür sind die Diskussionen über das Ungleichgewicht der Ressourcen von Wissenschafts- und Praxispartner*innen in transdisziplinären Forschungsprojekten und die „Überforschung“ bestimmter Akteur*innen des Wandels.

Matthias Wanner ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Wuppertal Institut. In dieser Position und zuvor am Zentrum für Transformationsforschung und Nachhaltigkeit (TransZent) war er an verschiedenen transdisziplinären Forschungsprojekten auf der lokalen Ebene beteiligt, u. a. Wohlstands-Transformation Wuppertal. Seine Forschungsschwerpunkte sind die transformative und transdisziplinäre Forschung in Reallaboren, Bottom-Up-Ansätze zur gesellschaftlichen Transformation sowie die psychologischen Dimensionen der Transformation.

Christian Hampe ist Geschäftsführer der Utopiastadt gGmbH und dort neben Strategie, Flächenentwicklung und Gastronomie auch für die Co-Forschung verantwortlich. Utopiastadt ist ein Bahnhofsgebäude samt umliegendem Gelände, die als zentrale Anlaufstelle für kreativen und transformativen Stadtentwicklung für Zivilgesellschaft, Kultur- und Kreativwirtschaft dient – ein Stadtlabor für Utopien. Die Co-Forschungsgruppe versammelt in offener Runde Studierende und Lehrende verschiedener Fachbereiche und Abschlussgrade mit Praxisakteuren aus der Utopiastadt-Umgebung. Themen, Fragen und Probleme aus dem Quartier werden mit wissenschaftlichen Fragestellungen und Methoden verknüpft, aus denen konkrete Forschungsprojekte entstehen.

Beide gemeinsam haben in den letzten Jahren verschiedene Erfahrungen in transdisziplinären Forschungsprojekten zur Nachhaltigkeitstransformation in Wuppertal gemacht. Im aktuellen Projekt TriaLern erforschen und erproben sie geeignete Räume und Formate einer wirkungsvollen Kooperation auf Augenhöhe zwischen Akteuren der Verwaltung (v.a. Stadtentwicklung und Planung), der transformativen Forschung und zivilgesellschaftlichen Stadtmacher*innen.

Programm

17:00 Uhr – Gespräch mit Matthias Wanner und Christian Hampe über die Bedingungen von transdisziplinärer Forschung auf echter Augenhöhe zwischen Wissenschaft und Praxis

17:45 Uhr – Digitales Anstoßen auf die Transdisziplinarität und die Co-Produktion: Möglichkeit des informellen Kennenlernens und Austausches

Um eine Anmeldung per E-Mail an Annabell Lamberth (ZTG) wird gebeten: annabell.lamberth@tu-berlin.de

Organisation 

Das Netzwerkgespräch Let’s talk about it: Transdisziplinarität und Co-Production wird in Kooperation des ZTG – Zentrum Technik und Gesellschaft (TU Berlin), der tdAcademy und der Stabstelle Science and Society des Präsidiums der TU Berlin organisiert.

https://td-academy.org/events/let-s-talk-about-it-transdisziplinaritaet-und-co-production-3/

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43 X PRAKTISCH

Dienstag 15.11.2022 in der Rohrmeisterei, Schwerte

43 X PRAKTISCH lädt bürgerschaftliche Akteur:innen in der gemeinwohlorientierten Stadt- & Land-Entwicklung ein, Projekt-Wissen zu teilen und zu nutzen. Auch kommunale Engagierte, Bau-Menschen und studentische Gute-Orte-Macher*innen sind willkommen.

Erfolgreiche Projektakteur:innen bringen Wissen, Handwerkszeug und nützliche Tipps für den Projektalltag mit und stellen sich Ihren Fragen. In 43 x 25 Minuten gibt es geballten Input, Fragen und Antworten.

Anmeldung & Programm

Alle Informationen zur Veranstaltung und den Workshops: https://startklar-ab.de/wp-content/uploads/2022/09/43xP_Programm.pdf

Tickets gibt es über die Website der Rohrmeistere Schwerte: https://www.rohrmeisterei-schwerte.de/buergerstiftung-rohrmeisterei/projekte/43-x-p.html
Die Kosten für die Teilnahme betragen 43,– € (inkl. Mittagessen).

Rückfragen per Telefon oder Mail möglich:
02304 – 201 3007 / kontakt@startklar-ab.de .

43 x PRAKTISCH ist eine gemeinsame Veranstaltung von startklar a+b, Rohrmeisterei Schwerte, Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft, Montag Stiftung Urbane Räume und Stiftung trias.
Alles Mitglieder im Netzwerk Immovielien.

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Logbuch

Ein Jahr auf einem Spielplatz für Erwachsene

Seit März 2021 erscheint in der Reihe »Logbuch Utopiastadt« alle 14 Tage eine Kolumne aus Utopiastadt im Wuppertaler Lokalteil der Westdeutschen Zeitung. Und hier auf der Seite.

Diese Kolumne ist von Frieda Langmaack:

Logbucheintrag 0.34

1.05.2022, 15:45 Uhr: Ich renne schreiend durch das Haus meiner Eltern in Dortmund und habe Freudentränen in den Augen. Warum? Ich habe gerade per Telefon eine Zusage für meinen Bundesfreiwilligendienst bei Utopiastadt erhalten. Und so kommt es, dass ich ein paar Monate später alles in meiner Heimatstadt zurücklasse und nach Wuppertal ziehe.

Eine konkrete Vorstellung, was diese Utopiastadt genau ist, habe ich nicht, aber was ich erlebe, als es endlich losgeht, übertrifft alle meine Erwartungen. Beschreiben könnte ich dies jedoch nicht so einfach und vermutlich werde ich auch in einem Jahr nicht in der Lage dazu sein. Die passendste Bezeichnung, die mir nach meinen ersten vier Tagen einfällt, ist folgende: Ein Spielplatz für Erwachsene. Der Mirker Bahnhof ist ein Ort, an dem Dinge ausprobiert werden können ohne die Angst zu haben, einen riesigen Einlauf zu bekommen, wenn mal ein Fehler passiert. Sei es, dass man sein eigenes Fahrrad im Reparaturcafé wieder in Schwung bringt, einen Garten bepflanzt oder die Verkleidung einer Wand abreißt, die Einstellung dabei ist eigentlich immer die gleiche: Einfach mal machen. Und genau das ist es, was ich nach einer Jugend in der Pandemie, in der fast alles, was ich vorhatte, ins Wasser gefallen ist, so sehr genieße. Dadurch werden mir Möglichkeiten gegeben, mich zu entfalten und meine Grenzen kennenzulernen. Statt mich vom Abiturstress direkt in den Lernstress von irgendeinem Studium zu stürzen, ist Utopiastadt fern von jeder Alltagssituation vermutlich genau die richtige Anlaufstelle für Personen wie mich, die überhaupt keine Ahnung haben, was sie mit ihrem Leben anfangen sollen.

Natürlich sind auch mühselige Arbeiten dabei, wie zum Beispiel, dass viel von A nach B geschleppt werden muss und dabei schon klar wird: Das wird morgen einen fiesen Muskelkater geben. Aber wie Alex immer so schön sagt: „Geteiltes Leid ist halbes Leid“. Und damit hat er Recht. Wenn gemeinsam angepackt wird, ist die Erfüllung und Freude, wenn eine Aufgabe geschafft ist, danach umso größer. Ich habe nach der bisher kurzen Zeit den Eindruck, dass genau dadurch hier eine Gemeinschaft aus Menschen besteht, die alle mit Herzblut dabei sind. Das merkt man jedem einzelnen an. So unterschiedlich die Personen, die ich bisher hier kennenlernen durfte, auch sind, genau das verbindet sie alle. Dennoch ist jeder Mensch hier auf die eigene Art und Weise speziell und wunderbar. Nicht nur manche Charakterzüge und Eigenheiten, sondern auch der Altersunterschied macht die Vielfalt aus. Es ist möglich, mit Personen jeden Alters interessante Gespräche zu führen, ohne das Gefühl zu bekommen, von oben herab als das Kind gesehen zu werden.

Durch all diese Tatsachen besteht in der Utopiastadt eine Atmosphäre, die man so sonst nur sehr selten spürt. Deshalb freue ich mich umso mehr, ein ganzes Jahr hier verbringen zu dürfen und hoffe, dass ich irgendwann ein Teil dieser Gemeinschaft der Utopist:innen werde.


Erstveröffentlicht am 08.09.2022 in der Printausgabe der WZ: https://www.wz.de/nrw/wuppertal/ein-jahr-auf-einem-spielplatz-fuer-erwachsene_aid-76468415

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und.jetzt!

3.9.22, 15:00 Uhr:
Betriebsökologie. Suffizienz. Materialkreisläufe ||| Kunst Kultur Klimanotstand

Wie steht es um Betriebsökologie in der Wuppertaler Kunst- und Kulturszene? Direkte ökologische Auswirkungen in Bereichen wie Energie, Wasser, Abfall, Einkauf, Ernährung, Mobilität wollen wir unter die Lupe nehmen. Alle sie können relevant sein für eine klimagerechte Treibhausgas-Bilanz von Kulturorten.Wie steht es um die Suffizienz? Ein gutes und ressourcenschonendes Maß ist auch in der Kunstproduktion wichtig. Wie gehen wir gesellschaftlich mit der begrenzten Ressource Aufmerksamkeit um?Wie sehen in Kunst und Kultur Materialkreisläufe aus? Immer mehr Kunst- und Kulturakteure entwickeln Strukturen und Plattformen, um einen klimagerechten Umgang mit Bühnenbildern und Ressourcen zu ermöglichen.In Utopiastadt lädt »und.jetzt! Kunst Kultur Klimanotstand« von 15-18 Uhr ein, diesen Themendreiklang mit kurzen Impulsen und einer offenen Fishbowl-Diskussion auszuloten, moderiert von Matthias Wanner (Psychologe, Transformationswissenschaftler am Wuppertal Institut). Mit einem Gastgeberimpuls stellt David J. Becher Utopiastadt und ihren Bezug zu den drei Themen vor. Ulrike Seyboldt vom NRW Landesbüro Darstellende Künste berichtet von Initiativen aus NRW, Louisa Kistemaker von Performing for Future bringt das »ManifÖST – Manifest für eine Ökologisch-Soziale Transformation in den Darstellenden Künsten« mit. Jochen Stiebel stellt die bergische Nachhaltigkeits-Denkschmiede »Neue Effizienz« vor und Bettina Milz berichtet von ihrer jüngst absolvierten Ausbildung zur Transformationsmanagerin und nachhaltigen Perspektiven für das entstehende Pina Bausch Zentrum.Fokus der Veranstaltung ist ein lebendiger Austausch aller Anwesenden zu »Betriebsökologie. Suffizienz. Materialkreisläufe«, um in der Kunst- und Kulturszene zunehmend konstruktiv mit den Herausforderungen des Klimanotstands umgehen zu können. Mit drei Abschlussstatements von drei Wuppertaler Kultur-Orten und Institutionen zur Frage »Was nehme ich für meinen Ort mit?« beenden wir den Nachmittag.Im »und.jetzt!«-Kernteam sind Dr. Uta Atzpodien und Sina Dotzert, Michael Felstau und Matthias Wanner. „und.jetzt!“ wird in Trägerschaft vom und.Institut für Kunst, Kultur und Zukunftsfähigkeit e.V. durchgeführt, in Kooperation mit )) freies netz werk )) KULTUR und dem INSEL e.V, und richtet sich an die gesamte Kunst- und Kulturszene, Bürger:innen der Stadt. 

Mehr zu »und.jetzt!«: https://fnwk.de/Themen/-undjetzt-Kunst-Kultur-Klimanotstand

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Ausstellung: Sisyphu’s Favourite Mountains

Malerei und Installation der Künstlerin Mona Pourebrahim in der Hebebühne

Vernissage:
Sa. 3.9., 16 Uhr

Ab dem 3. September stellt der Kunst- und Kulturverein hebebühne e.V. die herausragenden Werke der Künstlerin Mona Pourebrahim aus Berlin und Teheran in seinen Räumlichkeiten in der Mirker Straße 62 aus.
Als frische Absolventin der Kunstakademie Dresden passt Mona Pourebrahim perfekt in das Programm des Kunstvereins, dessen Steckenpferd insbesondere die Unterstützung der jungen Kunst ist. 

ÜBER DIE KÜNSTLERIN:
Mona Pourebrahim wurde in Teheran im Iran geboren. Sie studierte in Teheran, Münster und Dresden Freie Kunst und schloss ihr Studium dieses Jahr als Meisterschülerin von Ralf Kerbach ab. Sie lebt und arbeitet in Berlin. Frau Pourebrahim erhielt bereits zahlreiche Preise, Stipendien und Auszeichnungen und stellt regelmäßig in nationalen und internationalen Ausstellungen wie zum Beispiel der Schweiz, Russland, Frankreich, Österreich, Belgien und ganz Deutschland aus.Ihre Arbeiten beschäftigen sich mit einer Umdeutung der seit Jahrhunderten traditionsreichen Landschaftsmalerei in ihre ganz eigene, moderne Bildfindung. Ihre Sprache ist dabei die Farbe, die sie mit einer einzigartigen Wucht beherrscht und immer wieder neu findet.  Im Anhang befindet sich ein Portfolio mit einigen Arbeiten der Künstlerin. Außerdem empfehlen wir bei Interesse einen Besuch auf ihrer Homepage: https://monapourebrahim.com

Eröffnung: Samstag, 03.09.22, 16:00 Uhr
Ausstellung: 03.09.22 – 25.09.22
Öffnungszeiten:
samstags 16:00 – 18:00 Uhr
sonntags 16:00 – 18:00 Uhr
und nach vereinbarung

hebebühne e.V., Kunst- und Kulturverein
Mirker Straße 62, 42105 Wuppertal
www.hebebuehne-ev.de

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Only Hut | Johnny Practice Room – Album Release

Da ist es endlich: Das erste Album von Johnny Practice Room!

Lange hat es gedauert und das soll nun ausgiebig gefeiert werden. Kommt vorbei und erlebt alle neuen Songs der Wuppertaler Kombi live und in Farbe.

ALLES RUND UM JPR: https://linktr.ee/johnnypracticeroom

In der „Only Hut“-Reihe wird bewusst auf den Eintritt verzichtet, um niederschwelligen Zugang für jede:n zu Kultur und Musik zu ermöglichen. Während 1-2 Hutrunden bestimmst du deinen Eintrittspreis selber – je nachdem wieviel dir der Abend wert ist und wieviel du aufbringen kannst.

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Logbuch

Welchen Wert haben Werte?

Seit März 2021 erscheint in der Reihe »Logbuch Utopiastadt« alle 14 Tage eine Kolumne aus Utopiastadt im Wuppertaler Lokalteil der Westdeutschen Zeitung. Und hier auf der Seite.

Die heutige Kolumne ist von David J. Becher:

Logbucheintrag 0.33

Utopiastadt ist ein andauernder Gesellschaftskongress mit Ambitionen und Wirkung. Aber gilt das nicht auch für jeden Bürgerverein? Oder den Bundestag? Gilt das vielleicht sogar für die Familie, heute mehr als früher? Alleinerziehende, Patchwork, Stief- und Halbgeschwister, leibliche oder angenommene Väter – wer gibt vor, was richtig, was angemessen, was von Wert ist? Das ist heute nicht mehr von selbstverständlichen Normen durchzogen, sondern oft individuell verhandelbar. Und je individueller die Weltsichten, desto schwieriger die Verhandlung. Schließlich muss ich erstmal rausfinden, aus welcher Perspektive Du die Welt siehst. Nur, weil Du grün wählst, Lastenrad fährst und kein Fleisch isst, kann es ja trotzdem sein, dass Du ein total konservatives Familienbild hast, Fremde Dir suspekt sind und Du gerne dem Weg der sozialen Marktwirtschaft in den zügellosen Kapitalismus folgst. Vielleicht ziehst Du aber auch Deine Motivation, die Schöpfung bestmöglich zu schützen, aus einem tief empfundenen religiösen Glauben. Und ich sitze Dir als fröhlicher Agnostiker mit einem über 35 Jahre alten Diesel in der Garage und ’ner Currywurst auf dem Teller gegenüber und will mit Dir über Werte diskutieren.

Für so etwas braucht es einen Ort. Nein – dafür braucht es viele Orte! Bestenfalls ist jede Nachbarschaft so ein Ort. Aber es hilft, wenn spezielle Orte dafür Ambitionen bündeln und daraus Wirkung entfalten. So ein Ort ist Utopiastadt. Für mich. Und für viele andere. Für viele aber auch nicht, oder noch nicht, oder niemals – also gut, schon muss ich meine Aussage relativieren: Ein solcher Ort kann Utopiastadt sein.

Und schon sind wir mitten in dem, was viele Menschen gesellschaftlich verunsichert: Uneindeutigkeit. Dem gegenüber einige Gruppen zu gern das Vermisste vorgaukeln: Eindeutigkeit. Für gute Orientierung dazwischen hat mir eine Fähigkeit bisher am besten geholfen: Ambiguitätstoleranz. Das Aushalten von Widersprüchen. Ich brauche keine absolute Wahrheit, um Werte zu haben. Im Gegenteil: Einer meiner größten ist der Wert der Gegenseitigkeit. Als Wert ist er mir absolut, als Umsetzung aber zwangsläufig relativ. Das Paradox des Miteinander: Ich kann Dir nicht vorschreiben, wie wichtig Dir das Miteinander sein muss, wenn ich Dich als selbstbestimmtes Gegenüber ernst nehme. Aber ich brauche Deine volle Bereitschaft zum Miteinander, wenn es darum geht, Gegenseitigkeit auf Augenhöhe zu gestalten. Dieses Paradox, diese Ambiguität des Miteinander, muss ich aushalten können, um den Weg in eine Welt zu finden, in der Eigenwohl nicht der Widerspruch von Gemeinwohl ist, sondern dessen Ergebnis. 
Hups – jetzt hab ich ganz egoistisch die Gelegenheit genutzt, einen meiner Werte auszubreiten. Zunächst unwidersprochen, schließlich hab ich hier grad Kolumnenhoheit. Come fight me, Utopiastadt ist ein Ort dafür. Denn sie ist ein andauernder Gesellschaftskongress. Mit Ambitionen. Und egal, wie unsere Debatte über den Wert der Gegenseitigkeit verläuft – sicherlich hat sie auch Wirkung.


Erstveröffentlicht am 25.08.2022 in der Printausgabe der WZ: https://www.wz.de/nrw/wuppertal/logbucheintrag-033-welchen-wert-haben-werte_aid-75687241

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Future Now Festival

19. – 21. August 2022

musik / performance / frauen / sommer / solidarität / talk now / dance now

„Find’ mal die Schublade, in die ich passe.“ (Älice)

FUTURE NOW ist zurück.

Festivalticket: https://www.wuppertal-live.de/?421360

Tagestickets:
Fr. 19.8.: https://www.wuppertal-live.de/?421353
Sa. 20.8.: https://www.wuppertal-live.de/?421355
So. 21.8.: https://www.wuppertal-live.de/?421356

Programm: https://future-now-festival.jimdofree.com/programm-2022

Nach der geradezu wundersamen und gefeierten ersten Festivalausgabe 2020 findet das feministische Event diesen Sommer wieder in Wuppertal statt. Bei der zweiten Edition stehen Musik und Performance im Mittelpunkt und erneut macht das FUTURE NOW Team klar, wo die Reise hingeht – auf und hinter der Bühne und in der Technik ausschließlich Frauen/FLINTA*. 

Regionale, deutsche und internationale Musiker:innen und Performer:innen sind mit ihren Programmen eingeladen, gleichzeitig bringt das Festival auch neue Formationen hervor. Den spektakulären Auftakt machen fünf Drummer:innen aus vier Kontinenten. Festivalort ist in diesem Jahr das Zirkuszelt bei Utopiastadt an der Nordbahntrasse. 

Im Vorfeld sind die international renommierte Stuttgarter Figurenspielerin, Bühnenbildnerin und Regisseurin Stefanie Oberhoff und die kamerunischen Musiker:innen und Performancekünstler:innen Becky Beh und Mahoussi als Residenzkünstler:innen zu Gast und werden in Auseinandersetzung mit dem Ort Arbeiten für das Festival vorbereiten. 

FUTURE NOW: Gemeinsam tragen wir Sorge füreinander. Für ein schönes Willkommen an diesem langen Wochenende voller Musik, Austausch und Feiern mit Akkordeon, Bass, Death Metal, Drums, Elektronik, Gitarre, HipHop, Improvisation, Lyrik, Neuer Musik, Percussion, Performance, Punk, Rap, Spoken Word, Turntables, Violine.

Das Team von Future Now

Stefanie Görtz, Gunda Gottschalk, Johanna-Yasirra Kluhs, Betty Schiel, Ute Völker

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TriaLern Symposium

Transformation durch Trialog vor Ort
01. und 02. September 2022
Pop-Up Campus Aachen

Aktuelle dringliche Transformationsaufgaben in Städten – wie die Bewältigung der Corona-Pandemie oder auch der Klimawandel – zeigen, dass es das gemeinsame Arbeiten von Akteur:innen einer Stadt braucht. Dabei – so die Beobachtung – sind transformative Forschung, Stadtplanung und Stadtentwicklung innerhalb der Verwaltung sowie Stadtmacher:innen eine treibende Kraft. Sie arbeiten besonders effizient an Lösungen im Sinne des Gemeinwohls und der Nachhaltigkeit zusammen – allerdings bisher oftmals eher im Dialog. Dies soll sich nun mithilfe von langfristigen Strategien für einen Trialog ändern!

Ziel des Workshops ist es, den Trialog vor Ort gemeinsam zu entwickeln und dabei über Strategien einer langfristigen Zusammenarbeit der drei Akteursgruppen nachzudenken. Dabei wird sowohl dem Austausch in den einzelnen Akteursgruppen Raum gegeben als auch gemeinsam auf einer Podiumsdiskussion über Potentiale und Herausforderung der Zusammenarbeit diskutiert.

Wir laden Sie herzlich ein, mitzudenken, ihre Ideen einzubringen und so an der Transformation unserer Städte zur Nachhaltigkeit beizutragen!

Das Symposium richtet sich an:

  • Stadtplaner:innen und Stadtentwickler:innen innerhalb von Stadtverwaltungen
  • Stadtmacher:innen aus der Stadtgesellschaft
  • Transformative Forscher:innen
  • Und alle jene, die dies werden möchten, also aktive Studierende und Menschen, die sich für die Entwicklung ihrer Städte interessieren

Das Symposium bietet:

  • Gemeinsam Strategien für den Trialog vor Ort entwickeln
  • Vor Ort zusammenwachsen
  • Vernetzung und Austausch mit eigener Akteurssphäre aus anderen Städten
  • Lockere Stimmung und informellen Austausch

Ablauf des Symposiums
(vorläufiges Programm):

Donnerstag, 01.09.2022

17:00 Informeller Kick-Off
17:30 Begrüßung und Vorstellung
18:00 Urbanes Essen auf der Dachterrasse
20:00 Transformativer Spieleabend/informeller Ausklang

Freitag, 02.09.2022

09:00 Auftakt und Einführung in den Tag
09:10 Input zum Trialog
09:30 Austausch zum Trialog vor Ort mit Städten von A(achen) bis W(uppertal)
11:15 Erfahrungsaustausch in den Akteursgruppen
12:00 Pause
13:00 ThinkTank – Erste Ergebnisse
13:30 Gemeinsam Strategien des Trialogs entwickeln
15:00 Podiumsdiskussion (angefragt u.a. BBSR, vhw, Deutscher Städtetag)
16:30 Schlussakkord und Ausklang


Weitere Informationen finden Sie im Flyer: https://pop-up-campus.de/wp-content/uploads/2022/06/220621_Einladungsflyer.pdf
Einen Artikel mit ersten Überlegungen zum Trialog finden Sie zudem hier: https://www.planung-neu-denken.de/1-2022-transformatives-forschen-trifft-stadtentwicklung/aufruf-zum-trialog-fuer-raeumliche-transformation

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Plakatausstellung »Best of 30 Jahre Plakate Medienprojekt Wuppertal«

12. – 20. August 2022
Vernissage: 12.08. um 19:00 Uhr

Im Vorfeld der 30-Jahre-Medienprojekt-Wuppertal-Feier (20.08.22 ab 19:00 Uhr in der Alten Glaserei) zeigt das Medienprojekt Wuppertal in einer Indoor-Outdoor-Plakatausstellung “Best of 30 Jahre Plakate Medienprojekt Wuppertal“ vom 12. – 20.08.22 vor und in Utopiastadt (Mirker Bahnhof, Nordbahntrasse). Die Vernissage in Anwesenheit des Chefdesigners des Medienprojekts Konstantin Koewius findet am 12.08. um 19:00 Uhr statt. Die Laudatio hält David J. Becher.

Das Medienprojekt Wuppertal ist nicht nur für seine herausragende filmische Arbeit bekannt, sondern auch für sein Plakatdesign. Mit den Plakaten wirbt das Medienprojekt nicht nur für seine Filmpremieren in verschiedenen Kinos. Die Plakate und Flyer sollen im öffentlichen Raum in einer jugendgemäßen Form Lebensthemen junger Menschen präsentieren und deren Sichtbarkeit erhöhen. Kennzeichnend für das gesamte Plakatkonzept ist es, einprägsame Bilder und Inhalte in den Vordergrund zu stellen und zurückhaltend mit anderen Infos wie Terminen, Orten, Veranstaltern umzugehen, um im urbanen Kontext nachhaltig zu inspirieren.

Die Indoor/Outdoor-Ausstellung zeigt 50 besondere Plakate in DinA0 aus 30 Jahren Medienprojekt-Wuppertal-Design. Die Ausstellungsplakate werden auf der 30-Jahre-Medienprojekt-Wuppertal-Feier an Interessierte, die ihre Wohnungen oder Büros verschönern wollen, verschenkt.