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Neuigkeiten

Events im Escape Center

Viel los auf dem östlichen Utopiastadt Campus:

14.02. | 19 Uhr
Herbstblatt Live-Dating-Show

28.02. | 19 Uhr
Mind the Gap Das Pub-Quiz

06.03. | 19 Uhr
Single-Player Day Alleine kommen, gemeinsam Escape-Rooms spielen

07.03. | 19 Uhr
Ziemlich beste Freundinnen Friendship over Dating (Girls only)

14.03. | 19 Uhr
Bingo-Baby Der beinahe legendäre Bingo-Abend

Location

Escape Center Out of the Box
auf dem Utopiastadt Campus zwischen bunter Halle und Zirkuszelt
https://escape-center.plus

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Drei Monologe

Die Presseberichte findet Ihr weiter unten bei der jeweiligen Veranstaltung:

KLIMA-MONOLOGE
MITTELMEER-MONOLOGE
NSU-MONOLOGE

Ein Interessantes Vorab-Interview von Annette Hager mit Autor und Regisseur Michael Ruf gibt es in der WDR 3-Mediathek: https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr3/wdr3-resonanzen/audio-stimme-der-kultur-zu-themen-der-zeit-100.html


Drei Termine
Drei Monologe
Drei Debatten

Der Klimawandel, die Abschottung und rechtsextremer Terrorismus – drei Herausforderungen, für die wir, die demokratische Gesellschaft, seit Jahren um Antworten und angemessene Reaktionen ringen. 

Und dabei oft das vermeiden, was uns am stärksten bewegt: Betroffenheit. Betroffenheit als persönliches Empfinden – und als Grundlage für entschlossenes Handeln.

Das Doku-Theater von ›Wort- und Herzschlag‹ schafft, was die Nachrichtenmeldung nicht kann: Bei den Klima-, Mittelmeer- und NSU-Monologen stehen einzelne Menschen im Mittelpunkt. Ihre persönlichen Geschichten, komponiert zu emotionalen Erzählungen, vorgetragen von Schauspieler:innen in unmittelbarer Konfrontation. So entsteht beim Zuhören ein direkter Bezug, ein persönlicher Kontakt, eine eigene Betroffenheit.

Wir wissen längst, dass der privilegierte Lebensstil Mitteleuropas dem Klima schadet. Dass er für Fluchtursachen mitverantwortlich ist. Und dass die Mehrheitsgesellschaft viel zu oft Integration nur als Forderung formuliert und dann daran scheitert, selber aktiv zu integrieren. Das führt nicht nur zu Leid in weit entfernten Gegenden. Das führt bis zum Tod, teilweise in unserer direkten Nachbarschaft. All das wissen wir.
Für Leigh-Ann aus Paradise, Kalifornien, Naomie aus Kamerun oder İsmail aus Köln, drei von weit mehr Menschen, deren Geschichten in den Klima-, Mittelmeer- und NSU-Monologen erzählt werden, ist das kein abstraktes Wissen. Für sie ist es gelebtes Schicksal.

Lassen wir uns berühren. Und überlegen wir uns, was wir tun, um nicht fortwährend weitere Betroffene zu schaffen. Für die produktive Motivation folgt jeder Vorstellung der Monologe eine Podiumsdiskussion zum jeweiligen Monologe-Thema.

»Die Monologe berühren, schaffen Nähe, machen wütend und benennen Wege, um sich persönlich zu engagieren. (…) Sie widersetzen sich der Entmenschlichung der Tragödie. (…) In den Mittelpunkt stellen sie die Geschichten der Betroffenen.«
die tageszeitung, taz über die MITTELMEER-MONOLOGE

Veranstaltungsort

UTOPIASTADT | Bahnhof Mirke
Mirker Str. 48 | 42105 Wuppertal-Elberfeld

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Klima-Monologe

Dienstag, 24. Februar 2026
Utopiastadt | Mirker Str. 48 | 42105 Wuppertal
Eintritt: Only Hut

BERICHT: https://epaper.wz.de/titles/wzwuppertal/4811/publications/4029/pages/22/articles/2462450/23/3

Dürren, Überschwemmungen, Stürme. Unbewohnbare Zonen und Verteilungskämpfe breiten sich aus.
Die Klima-Monologe erzählen auf persönliche und ergreifende Weise, wie Menschen in unterschiedlichen Regionen der Welt unmittelbar die Folgen des Klimawandels in ihren eigenen Biografien spüren.

»Eine minimale Regie gibt den Geschichten allen Raum, die sie brauchen. Die Bilder entstehen im Kopf. Wirkt stärker als jedes Nachrichtenbild. … Aber die Geschichten erzählen auch von der Hoffnung, vom Wiederaufbau und vom Engagement. Eine sehr eindringliche Aufforderung, etwas zu tun, aufzuwachen.«
rbb Kulturradio

Ensemble

Florentine Schara
Veronika Wider
Bernadette Wilhelm
Ibrahim Benedikt
Gesang: Joye Stachelscheid
Cello: Tabea Hörsch

Publikumsgespräch

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Mittelmeer-Monologe

Montag, 23. März 2026
Utopiastadt | Mirker Str. 48 | 42105 Wuppertal
Eintritt: Only Hut

BERICHT: https://www.wz.de/nrw/wuppertal/dokumentar-theater-in-wuppertal-von-flucht-und-sterben-auf-dem-mittelmeer_aid-145912445

»Die Monologe berühren, schaffen Nähe, machen wütend und benennen Wege, um sich persönlich zu engagieren. (…) Sie widersetzen sich der Entmenschlichung der Tragödie. (…) In den Mittelpunkt stellen sie die Geschichten der Betroffenen.«
die tageszeitung, taz über die MITTELMEER-MONOLOGE

Ensemble

Lina Fastabend
Sarah Quarshie
Aydin Isik
Markus Kloster
Cello: Tabea Hörsch

Publikumsgespräch:

Zum anschließenden Publikumsgespräch auf der Bühne:

  • Dima, die ein Buch über ihre psychologische Arbeit mit traumatisierten Geflüchteten geschrieben hat,
  • Yvonne die für Sea-Watch arbeitet und
  • Mohammad, der jungen Menschen das Schwimmen beibringt, weil er auf seiner Flucht über das Mittelmeer selber nicht schwimmen konnte.

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NSU-Monologe

»Ein nachdenklich und auch wütend machendes Stück Wahrhaftigkeit.« (RBB Inforadio)

Dienstag, 14. April 2026
Utopiastadt | Mirker Str. 48 | 42105 Wuppertal
Eintritt: Only Hut

BERICHT: https://www.wz.de/nrw/wuppertal/nsu-monologe-lassen-saal-verstummen_aid-146903949

»Aufwühlendes Erinnerungsstück und wichtige Mahnung gleichermaßen.« (Hamburger Abendblatt)

Die NSU-Monologe erzählen von den jahrelangen Kämpfen dreier Familien der Opfer des NSU – von Elif Kubaşık, Adile Şimşek und İsmail Yozgat: von ihrem Mut, in der 1. Reihe eines Trauermarschs zu stehen, von der Willensstärke, die Umbenennung einer Straße einzufordern und vom Versuch, die eigene Erinnerung an den geliebten Menschen gegen die vermeintliche Wahrheit der Behörden zu verteidigen.

Die NSU-Monologe sind dokumentarisches, wortgetreues Theater, mal behutsam, mal fordernd, mal wütend – roh und direkt liefern sie uns intime Einblicke in den Kampf der Angehörigen um Wahrheit und sind in Zeiten des Erstarkens von Rechtsextremismus an Aktualität kaum zu übertreffen.

»Ein starkes Stück Theater.« (Berliner Morgenpost)

»Einfühlung als Waffe. Es kriecht einem unter die Haut. Empathischer Sog.« (Nachtkritik.de)

»Gibt denen eine Stimme, denen Unrecht widerfahren ist.« (Tagesspiegel)

Publikumsgespräch

Auf dem Podium für das anschließende Publikumsgespräch:

Stephan Anpalagan,
der als Journalist langjährige Rechercheerfahrung, zum Beispiel zu rechtsextremen Umtrieben in deutschen Polizeibehöden, mitbringt.
Und der als Lehrbeauftragter an der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung NRW für die Bereiche Ethik und interkulturelle Kompetenz persönlich daran arbeitet, dass sich solche rechtsextremen Umtriebe möglichst nicht wiederholen.

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Die Veranstaltungsreihe wird gefördert durch

Mit Dank für die Unterstützung an

  • Knipex
  • Rockstore Outdoor Equipment
  • Renaissance AG

Und weitere.

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17.01. | Pubquiz im Hutmacher

Start: 19:30

Wir haben Fragen – ihr hoffentlich die passenden Antworten!
Das Pubquiz-Team hat die Feiertage überstanden und ein fantastisches Quiz und wahnwitzige Preise im Gepäck.

ANMELDUNG:
Ihr wollt euch mit eurem Team anmelden?
Dann schickt eine DM über die Instagram-Seite des Café Hutmacher: https://www.instagram.com/hutmacher_bar
Bitte gebt dabei Personenanzahl, eine Telefonnummer unter der wir euch erreichen können, und einen Namen für euer Team an.
Die Teilnahmegebühr in Höhe von 3€ sammeln wir an dem Abend von euch ein.
Wir freuen uns auf euch!

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16.01. | Karaoke Party im Hutmacher

KARAOKE-PARTY IM HUTMACHER | 16.01.26 | ab 19:30

Ob ihr alleine singt, ein episches Gruppen-Duett hinlegt oder die ganze Crew auf die Bühne holt – hier geht’s um Musik, Spaß und pure Gemeinschaft!
Die Bühne gehört euch: Feiert mit uns die erste Karaoke des Jahres. Egal ob Klassiker, Chart-Hits oder guilty pleasures – jeder Song ist willkommen!
SPECIAL: Erster Song? Mexikaner aufs Haus!
Für Mut, Leidenschaft und den unperfekten hohen Ton.

Eintragen in die Warteliste ab 19:30h – start gegen 20:00h
Kommt, singt, feiert! Wir freuen uns auf euch!

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24. 01. | Only Hut Konzert – Polychronis

Polychronis bewegen sich seit 2019 irgendwo zwischen Punk und Indie. Das Wuppertaler Trio in Klassischer Besetzung – Drums, Bass, Gitarre – sucht im Spannungsfeld von Harmonie und Dissonanz, Abgrund und Optimismus mehr nach Fragen als nach Antworten. Musikalisch kombinieren

Polychronis einen 90er-Indie-Sound mit klassischen Punk-Elementen und Texten, die an die Hamburger Schule denken lassen. Sicher keine Music For The Masses, vielleicht aber gerade deshalb schön.

Support: MISCZIAN

TICKETS:

In der Only Hut-Reihe verzichten wir bewusst auf Eintritt, um niederschwelligen Zugang für jede*n zu Kultur und Musik zu ermöglichen. Während 1-2 Hutrunden bestimmst du deinen Eintrittspreis selber – je nachdem wieviel dir der Abend wert war und wieviel du aufbringen kannst. Dabei ist es uns wichtig darauf hinzuweisen, dass hier Acts auf der Bühne stehen, die von ihrer Arbeit leben wollen und sollen. Ein solch hochwertiges Programm funktioniert nur mit eurer Wertschätzung.

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31.01. | Only Hut Konzert – Skaboum

SKABOUM steht für „Endlich wieder Ska“, so jedenfalls der Titel des ersten Albums. Das wieder da, das nie wirklich weg war. Nur neu entdeckt von der Band aus Wuppertal, die irgendwann mal aus Versehen über den Offbeat stolperte.
Jetzt unterwegs mit einem Allerlei aus Tanzmusik und Texten zwischen Bewusstseinsbildung und Alltagsgeschichten, bemüht darum der Inhaltslosigkeit zu entkommen.

Das klassische Gitarre-Bass-Drums Fundament wird vom Harmonie-affinen Bläsertrio komplettiert. Gemischt mit anderen Genres und Sounds, ergibt das live das was es eben ergibt. Aber hört lieber selbst am 31.01.2026 im Hutmacher!

„Was beim Konzert im Hut landet, kommt diesmal nicht der Bandkasse zugute, sondern der Finanzierung von gewerkschaftlichen OrganizerInnen – des Garment Workers Trade Union Centre – in den Textilfabriken Bangladeschs. Solidarität aus der ehemaligen Textilstadt Wuppertal mit dem Kampf der TextilarbeiterInnen in Bangladesch um Löhne die zum Leben reichen und menschenwürdige Arbeits- und Lebensbedingungen. Getreu dem gewerkschaftlichen Motto:

Solidarity forever. For the union makes us strong!

Die Spendeneinnahmen werden über Solidarität International e.V. weitergeleitet.“, (Karl-Louis von SKABOUM)

Außerdem dabei ist die junge Wuppertaler Band Paroli Blitz!

Paroli Blitz sind eine Band und sie wissen es doch auch nicht. Irgendwo zwischen Schrammelpunk und New Wave. Wer es genau wissen will, kommt vorbei. Es wird schön!

TICKETS

In der Only Hut-Reihe verzichten wir bewusst auf Eintritt, um niederschwelligen Zugang für jede*n zu Kultur und Musik zu ermöglichen. Während 1-2 Hutrunden bestimmst du deinen Eintrittspreis selber – je nachdem wieviel dir der Abend wert war und wieviel du aufbringen kannst. Dabei ist es uns wichtig darauf hinzuweisen, dass hier Acts auf der Bühne stehen, die von ihrer Arbeit leben wollen und sollen. Ein solch hochwertiges Programm funktioniert nur mit eurer Wertschätzung.


Jetzt mit einer Spende die Kulturarbeit in Utopiastadt unterstützen:
https://www.wirwunder.de/project/120555

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31.1. | Yoga im Kabäusken

Gemeinsames Yoga? Am Samstagmorgen? Yoga für alle Körper? Auf Augenhöhe? Klar, im Kabäusken!

Samstag, 31.01.2026
11.00 – 12.30 Uhr
Wirmhof 16
Wuppertal Elberfeld
Unterricht von Petra Hamacher / Talstudio

https://tal-studio.de

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Januar 2026

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Logbuch

Noch Fragen an Utopiastadt?

Seit März 2021 erscheint in der Reihe »Logbuch Utopiastadt« regelmäßig eine Kolumne aus Utopiastadt im Wuppertaler Lokalteil der Westdeutschen Zeitung. Und hier auf der Seite.

Diese Kolumne ist von Eberhard Fahle:

LOGBUCH 0.72

Ja, es ist kompliziert. Aber wir tun unserer Bestes um alle Eure Fragen zu beantworten! Dem zufälligen Besucher des Café Hutmacher fällt oft gar nicht auf, wie viel sich im Bahnhofsgebäude und auf den Flächen rund um Utopiastadt in den letzten Jahren getan hat. Um hier etwas Licht ins Dunkel zu bringen, bieten wir schon seit einigen Jahren monatlich eine kostenlose Führung durch das gesamte Projekt an. Diese Rundgänge sind ein fester Programmpunkt der Mirker Matinee und starten an jeden ersten Sonntag des Monats um 15:00 Uhr an der Theke des Café Hutmacher. Wir nehmen uns dabei mindestens 90 Minuten Zeit, um Euch ausführlich über die Geschichte des Mirker Bahnhofs, den aktuellen Stand der Sanierung und die vielen verschiedenen Aktivitäten rund um Utopiastadt zu Informieren. 

Leider ist, gerade in den Wintermonaten, der Andrang der Besucher zur Führung oft überschaubar. Daher machen wir hier gerne noch einmal explizit Werbung dafür. Aber auch, wenn mal nur wenige Menschen erscheinen, ist für uns interessant, welche Fragen dabei gestellt werden. Zur Mirker Matinee im November war ein Pärchen extra aus dem Ruhrgebiet angereist. Sie hatten Utopiastadt zuletzt im Sommer 2022 anlässlich des Solar Decathlon Europe besucht, und waren sehr beeindruckt, was in diesen dreineinhalb Jahren alles geschafft wurde. Während des Rundgangs ergab sich dabei ein sehr schönes Gespräch, das sich um die Schwerpunkte einer nachhaltigen Sanierung von denkmalgeschützten Gebäuden und der Finanzierung des Projektes drehte. Dabei wurden die Fragen der beiden zum Thema Architektur und Einsparung von Energie immer spezieller, sodass ich irgendwann zugeben musste, über nicht genug Wissen zu verfügen, um eine zufriedenstellende Antwort zu geben. Jetzt weiß ich mehr, denn ich habe mich nach diesem Tag natürlich noch einmal Informiert. Bei der nächsten Führung bin ich für das Thema besser gerüstet. Wie man sieht, lernen nicht nur die Besucher etwas bei den Führungen, sonder auch uns wird klar, welche Themen die Menschen beschäftigen. Und die Antwort auf die Fragen bin ich auch nicht schuldig geblieben: Ich habe sie noch per Mail nachgereicht. 

Die teilweise überraschenden Fragen der Besucher sind daher immer ein Ansporn, sich selbst auch noch mal bei anderen Utopist*innen schlau zu machen, damit man bei der nächsten Führung eine bessere Antwort als »Das weiß ich leider auch nicht…« geben kann. 

Und da wir gerade am Anfang eines neuen Jahres stehen, hier der konkrete Hinweis auf zwei Termine, bei denen Ihr uns wieder gerne mit Euren Fragen aus der Fassung bringen dürft: 
Wie schon erwähnt, kann man an jedem ersten Sonntag im Monat um 15:00 Uhr an einer kostenlosen Führung teilnehmen. Der nächste Termin wäre also am Sonntag, 1. Februar.

Am Sonntag, den 3. Mai gibt es dann einen weiteren Tag der offene Tür bei Utopiastadt. Auch hier bieten wir Führungen zu speziellen Themen an, wie zur der Gestaltung der Freiflächen oder zur ehrenamtlicher Mitarbeit.

Kommt vorbei, wir haben gerne Besuch!


Erstveröffentlicht am 08.01.2026 in der Printausgabe der WZ: https://www.wz.de/nrw/wuppertal/noch-fragen-an-utopiastadt-bei-der-fuehrung-gibt-s-antworten_aid-141932389 

Die Sanierung mit einer Spende unterstützen: https://www.wirwunder.de/project/123625

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Logbuch

Samstags in Utopiastadt

Seit März 2021 erscheint in der Reihe »Logbuch Utopiastadt« regelmäßig eine Kolumne aus Utopiastadt im Wuppertaler Lokalteil der Westdeutschen Zeitung. Und hier auf der Seite.

Diese Kolumne ist von Elena Perez:

Logbuch 0.71

Es ist 10 Uhr morgens an einem Samstag in Wuppertal. 
Vier Bundesfreiwilligendienstler*innen (Bufdis) taumeln nach und nach in den Coworking Space in Utopiastadt, um von den Straßenschuhen in die Arbeitsschuhe zu schlüpfen. Die Stimmung ist angenehm, es wird auf gutes Wetter gehofft, heute soll viel geschafft werden.

Zusammen machen sich die Bufdis auf den Weg rüber zur ehemaligen Gepäckabfertigung (GPA). Dort werden sie herzlich von Ralf begrüßt. Er macht sich gerade auf den Weg, um Brötchen fürs Frühstück zu holen. Die Musikbox wird sofort angeschaltet und die von den Bufdis zusammen erstellte Playlist wird gespielt. Die vier drehen sich zum Whiteboard, welches vor zwei Monaten von ihnen an die Wand gehängt wurde. Dort sammeln die Bufdis jeden Tag ihre ToDos und verschaffen sich einen Überblick der Aufgaben und Prioritäten, die zu erledigen sind. Die zum größten Teil abgehakte Liste „ToDos, Heute (BFD)“ von gestern wird weggewischt und die heutige Liste wird aufgeschrieben. „Getränke auffüllen“, „GPA Müll entsorgen“ und „Tisch aufräumen“ stehen an. Also teilen sich die Bufdis auf, um die Aufgaben effizient und rechtzeitig vor 11:00 Uhr zu erledigen.

Um zehn nach sind schon ein paar Ehrenamtler*innen eingetroffen. Man weiß nie, wie viele am Samstag kommen, daher wird noch ein wenig gewartet, bis man sich zusammen dem Whiteboard widmet und plant, wer an welcher Baustelle arbeiten mag: Sanierung am Hauptgebäude, Pflege der Flächen, Fenster aufarbeiten und lackieren und vieles mehr. Die Bufdis teilen sich hier auch wieder auf, da, wo sie sein möchten, und auch dort, wo sie gebraucht werden. Es ist sehr selten, dass ein/e Bufdi an nur einer Baustelle tätig ist. Als Teil der Workout-Leitung muss man halt mal überall sein. Deshalb sieht man die vier öfters hin und herlaufen, Türen öffnen und wieder schließen, sich gegenseitig Sachen die Trasse rüber rufen oder mit dem kleinen Elektroschlepper von der Scheer Halle zum Außenlager fahren.

Es mag sich zwar sehr anstrengend anhören und ein bisschen ist es auch so, aber vor allem macht es viel Spaß. Mit dem Ehrenamt zusammen zu schaffen und Gesellschaft zu feiern, beim Frühstück, bei der gemeinsamen Arbeit und beim anschließenden Essen nach dem Werkeln, bringt ein sehr schönes Gefühl von Zufriedenheit und Zusammenhalt. Man hat das Gefühl, etwas Gutes und Richtiges aufzubauen, denn Utopiastadt strebt ja an, ein Ort zu sein, der offen ist, Geborgenheit vermittelt und für alle etwas zu bieten hat.

Wer also Lust hat, einen Ort mitzugestalten, der an alle denkt, oder auch einfach nur Gesellschaft genießen will, ist herzlich eingeladen. 
Jeden Samstag ab 11:00 Workout in Utopiastadt!

Bis dahin 🙂


Erstveröffentlicht am 11.12.25 in der Printausgabe der WZ: https://www.wz.de/nrw/wuppertal/samstags-mit-den-bufdis-in-utopiastadt-etwas-aufbauen_aid-140803597

Die Sanierung mit einer Spende unterstützen: https://www.wirwunder.de/project/123625