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Ausstellung | >>>Mirke Mobility>>>

>>>Ein Mobility Hub auf dem Gelände von Utopiastadt>>> >>>Ausstellung der Abschlussarbeiten der Bachelor Absolventinnen und Absolventen der IU Internationale Hochschule>>>

>>>vom 8. Juli bis zum 5. August im Ladenlokal des Innenstadtmanagement Elberfeld auf der Schwanenstraße 33 in der Wuppertaler/Elberfelder Innenstadt>>>

DI. 14.7., 19:00 UHR
SONDERVORSTELLUNG IM RAHMEN DES FORUM:MIRKE

>>>Intro>>>
New York, London, Paris, Wuppertal. Geht es um Mobilität darf die Stadt Wuppertal sicherlich in einem Zug mit den großen internationalen Metropolen genannt werden. Wuppertal ist Schwebebahn und Schwebebahn ist Wuppertal. Und während die für die Stadt so bedeutende Textilindustrie in Wuppertal kaum noch anzutreffen ist, zieht die Schwebebahn weiterhin unbeirrt jeden Tag Ihre Bahnen zwischen Vohwinkel und Oberbarmen. Spitzt man es ein wenig zu, ist sie damit sogar fast 30 Jahre älter als der heutige Stadtname, der durch die Vereinigung der kreisfreien Städte im Tal der Wupper erst im Jahr 1929 entstanden ist. Neben der Bedeutung als Wahrzeichen der Stadt ist die Schwebebahn aber ebenso ein ingenieurtechnisches Meisterwerk, und darf auch hier in einem Atemzug mit dem Pariser Eifelturm genannt werden. An der Spitzenstellung hat sich selbst knapp 125 Jahre nach ihrer Inbetriebnahme nicht viel geändert. Von Beginn an elektrisch betrieben und als Leichtbau konzipiert, gehört sie ebenso aufgrund Ihres ehrwürdigen Alters weiterhin zu den ökologischsten Fortbewegungsmitteln unserer Zeit. Par excellence verbinden sich in ihr elegante Anmutung, technische Rafinesse, sowie soziale Bedeutung und ökologisches Bewusstsein. Damit aber nicht genug. Wuppertal ist alles andere als ein One-Hit-Wonder und hat im neuen Jahrtausend das nächste Mobilitätshighlight für sich geschaffen. Wenn New York aus aller Welt für die Transformation der High Line bestaunt wird, im übrigen jünger und kürzer wie die Wuppertaler Schwebebahn, wird Wuppertal das für die Umwandlung der Nordbahntrasse zuteil. Über die ehemalige Eisenbahnstrecke können sich seit 2014 über eine innerstädtische Strecke von gut 10 km Fussgänger, Radfahrer, Skater, etc. durch die Wuppertaler Stadtgeschichte und -bezirke bewegen. Viadukte, Brücken und Tunnel inklusive, vor allem aber auf annähernd gleichbleibendem Höhenniveau. In der bewegten Topografie der Stadt von besonderer Bedeutung und von ebenso sozialem Wert. So ist nicht nur eine direkte Verbindung zwischen Orten geschaffen worden, die Verbindung selbst ist Kommunikationsraum geworden. An diese Denkweise und diesen Pioniergeist soll nun auch die Bachelor Arbeit im Wintersemester 2025/2026 anknüpfen.

>>>Grundstück>>>
Die Nordbahntrasse verläuft entlang des nördlich der Wupper gelegenen Hangs. Sowohl zentral in Bezug auf die Nordbahntrasse, als auch in Bezug auf das Stadtgebiet, befindet sich der ehemalige Bahnhof Mirke im gleichnamigen Wuppertaler Stadtteil. Er ist die Keimzelle von UTOPIASTADT, einem Wuppertaler Thinktank und Stadtlabor, die darin seit 2011 eine Heimat für sich und die Bürger gefunden hat. Seit 2018 konnten auch die umliegenden Flächen für eine gemeinwohlorientierte Entwicklung gesichert werden und summieren sich mittlerweile auf 36.000m2. Im Norden wird das Gebiet begrenzt durch die A46, die zwar optisch durch einen dichten Gehölzsaum abgeschirmt wird, akustisch aber als weiterer Mobilitätsbaustein wahrnehmbar ist. Ähnlich wie das ehemalige Bahnhofsgebäude, nimmt der Campus der UTOPIASTADT diverse Nutzungen in sich auf und befindet sich in stetigem Prozess. So ist weiterhin ein Großteil der Prototypbauten des Solar Decathlon Europe, der hier im Jahr 2022 stattfand, erleb- und benutzbar. Ebenfalls von eher temporärer Struktur findet sich auf dem Gelände das Fahrradreparaturcafé der Mirker Schrauba sowie die Lastenradverleihstation Fienchengarage. Momentan etwas abseits und eher unsachgerecht geparkt, steht zudem ein Wuppertaler Rohjuwel. Im Jahr 2015 konnte UTOPIASTADT einen von drei ausrangierten Schwebebahnwaggons in einem von den Stadtwerken Wuppertal ausgeschriebenen Wettbewerb gewinnen und nennt diesen seitdem ihr eigen. Diese drei Anker sollen nun verstätigt werden und bilden die Basis für den Mirker Mobility Hub auf dem Campus von UTOPIASTADT.

>>>Gebäude>>>
Mit dem Mirker Mobility Hub soll ein weiterer Baustein in der reichhaltigen Mobilitätslandschaft der Stadt Wuppertal entstehen. In ihm sollen sich alle aktuell gängigen Mobilitätsformen unter einem Dach vereinen. Neben den bereits bestehenden Angeboten des Fahrradreparaturcafés und der Fahrradverleihstation, sollen hier ebenso Flächen für den motorisierten Individualverkehr geschaffen werden. Selbstverständlich mit elektrischer Ladeinfrastuktur und Car Sharing Station. Er soll aber ebenso als Quartiersgarage den Straßenraum des Stadtteils Mirke entlasten, und diesen dadurch für gesellschaftliche und ökologische Nutzung frei spielen. Als Herzstück und Aushängeschild wird der Schwebebahnwaggon wiederbelebt. Nutzung und Positionierung sind hierbei freigestellt, hingegen ist die hängende Lagerung selbstverständlich ein Muss. Neben der inhaltlichen Ausrichtung soll der Mirker Mobility Hub auch konstruktiv in die Zukunft blicken. Erwartet wird ein robustes und nutzungsoffenes Gebäudekonzept, das adaptive Anpassungen in den kommenden Jahrzehnten zulässt. So sollen bei sinkendem Bedarf an PKW-Stellplätzen Parkflächen möglichst zerstörungsfrei zu Büro- und Gewerbeflächen umgenutzt und das bereits vorhandene Serviceangebot sukzessive ausgebaut werden. Dem Achsmaß, der Raumhöhe und natürlich der Bauweise kommt also besondere Bedeutung zu, die über die einer reinen Hochgarage hinausreichen muss. Entsprechendes gilt für den Schichtenaufbau und die Verbindungsmittel. Sortenreinheit und lösbare Verbindungen können diesbezüglich Lösungsansätze darstellen. Darüber hinaus ist die Energiegewinnung in das Gebäudekonzept zu integrieren. Der Mirker Mobility Hub sollte weitestgehend autark funktionieren, und über die Ladeinfrastruktur auch als zukünftiger Pufferspeicher agieren. Photovoltaik- und/oder Windkraftanlagen ist also möglichst viel Fläche einzuräumen.

>>>Outro>>>
Die Ausstellung zeigt eine Auswahl der Bachelor Arbeiten, die im Wintersemester 2025/2026 in Kooperation mit Utopiastadt entstanden sind. Die Studierenden hatten Zugriff auf das MiG Handbuch (Mobilstationen im Quartier) sowie die Ideenskizze Quartiersgaragen Elberfeld 2021, beide herausgegeben von der Neue Effizienz gGmbH. Wie fast alle Architekturentwürfe aus studentischer Hand, bleiben sie fiktiv und beleuchten ein Thema exemplarisch. Im Idealfall bieten Sie dadurch ebenso Diskussionspotenzial, das sich auch in der realen Welt nutzen lassen kann. Wir hoffen dies ist beim Mirker Mobility Hub gelungen und wünschen viel Spaß mit der Ausstellung.

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Neuigkeiten

14.07. | Forum:Mirke mit ›Mirke Mobility‹ und ›Gesund aufwachsen in der Nordstadt‹

Dienstag, 14. Juli 2026 | 19:00 Uhr

Innenstadtmanagement | Schwanenstraße 33 | Elberfeld City
https://www.openstreetmap.org/node/3380157483

Park oder Parken?

Wo stellen wir die Fahrzeuge ab? Welche Fahrzeuge benötigen wir überhaupt? Und wie können wir die Architektur dafür flexibel halten, wenn zum Beispiel ein Parkhaus in wenigen Jahrzehnten gar nicht mehr für Autos benötigt wird?

Damit haben sich Studierende im Fachbereich Architektur für ihre Bachelor-Arbeiten beschäftigt. Diese werden unter dem Titel ›Mirke Mobility‹ gerade in den Räumen des Innenstadtmanagements mitten in der Fußgängerzone ausgestellt, und Professor Michael Weichler wird sie uns beim Forum:Mirke vorstellen und Fragen beantworten.

Auf die Gesundheit!

Die Daten der Schuleingangsuntersuchungen in Wuppertal sprechen eine deutliche Sprache: Rund jedes fünfte Kind weist Auffälligkeiten im Bereich der psychischen und sozioemotionalen Kompetenzen auf und jedes zehnte Kind hat Adipositas.

Gesundheitsamt, Alte Feuerwache und Bergische Universität haben sich zusammengetan, um mit dem Förderprojekt ›Gesund aufwachsen in der Nordstadt‹ die Kräfte für bessere Perspektiven zu bündeln. Vincent Utech, der für die Alte Feuerwache das Projekt vertritt, wird über das Vorhaben berichten.

Forum:Mirke

Die zweimonatigen Treffen richten sich an aktive, lokale Gruppen und Organisationen sowie alle die das Interesse teilen sich im Quartier zu engagieren. Eine Einladung zum Forum erfolgt z.Zt. über einen Email-Verteiler und mündliche Weitergabe. Eine Teilnahme ist offen und für alle Interessierten jeder Zeit möglich.

https://quartier-mirke.de/forummirke


Quartiersberichterstattung stärken, Quartierswebsite unterstützen:

https://www.betterplace.org/de/projects/101202

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Logbuch

Wozu ein Viertelfest?

Seit März 2021 erscheint in der Reihe »Logbuch Utopiastadt« regelmäßig eine Kolumne aus Utopiastadt im Wuppertaler Lokalteil der Westdeutschen Zeitung. Und hier auf der Seite.

Diese Kolumne ist von Marvin Link:

Logbuch 0.66

Wozu ein Viertelfest für die Mirker Nachbarschaft organisieren?

Ich hätte ein paar Antworten: Begegnung, Gemeinschaft, Teilhabe. Große Worte sind schnell gefunden. Aber ganz ehrlich: Ich mache das auch, weil mir selbst etwas fehlt.

Ich bin häufig nicht der Typ, der leicht in Kontakt kommt. Ich brauche Anläufe, Pausen, Fluchtwege. Menschenmengen machen mich nervös, Smalltalk strengt an. Und trotzdem arbeite ich seit Wochen in der Hebebühne und organisiere gemeinsam mit der Nachbarschaft ein Viertelfest, das das Gegenteil von Rückzug verspricht: Offenheit. Nähe. Miteinander.

Das Viertelfest hat das Motto ›Tür an Tür‹. Weil wir meist Tür an Tür leben und trotzdem kaum etwas voneinander wissen. Dem möchte ich experimentell etwas entgegensetzen. Deshalb wird die Hebebühne direkt neben Utopiastadt vom 10. bis 13. Juni zu einem offenen Zuhause für die Mirker Nachbarschaft: mit Outdoor-Wohnzimmer und Nachbarschaftsbühne, Küche mit Leckereien der Anwohnenden, Garten mit Spielen sowie einem Hausflur zum Plauschen und Quartiersinfos kriegen. Alles kostenfrei. Alles für alle. Alles ein Experiment.

Wie kann ich Orte gestalten, um Begegnungen zu fördern und Nachbarschaft zu stärken? Mit meinem Abschlussprojekt in Public Interest Design gehe ich dieser Frage nicht theoretisch, sondern praktisch nach – indem ich mit dem Viertelfest einen offenen Raum im Quartier gestalte, der zur aktiven Beteiligung einlädt. Ich probiere unterschiedliche Zugänge aus: Spielaktionen, gemeinsames Essen, Reflexionsangebote und offene Bühnenformate. Gleichzeitig ist es auch für mich persönlich ein Testlauf: Wie viel Offenheit halte ich aus? Was passiert, wenn ich mich in Situationen bringe, die ich sonst meide?

Unter dem Namen socialglue arbeite ich an Formaten, die zwischenmenschliche Begegnung fördern. Meist spielerisch, oft draußen – immer mit dem Versuch, Kennenlernen leichter zu machen. Das Viertelfest ist ein weiterer Versuch in genau diese Richtung. Und vielleicht auch mein bisher persönlichster.

Dass ich dieses Projekt in der Hebebühne umsetzen darf, ist für mich alles andere als selbstverständlich. Die Hebebühne liegt auf dem Gelände von Utopiastadt und ist ein Kunst- und Kulturverein, der offen ist für alle, die etwas ausprobieren oder auf die Beine stellen wollen. Diese Offenheit und die Menschen dahinter machen das Viertelfest überhaupt erst möglich. Dafür, für die Unterstützung, das Vertrauen – und dass ich diese Zeilen hier im Logbuch schreiben darf – bin ich sehr dankbar.

Ich wünsche mir, dass an diesen vier Tagen kleine, echte Begegnungen passieren. Vielleicht Momente in dem sich zwei Menschen zuhören oder gemeinsam lachen. Den Blick auf andere leicht verändern – oder innerlich eine Tür öffnen, die vorher zu war.

Und wenn du das hier liest: Vielleicht warst du schon beim Viertelfest. Vielleicht kommst du noch. Vielleicht überlegst du. Vielleicht brauchst du, wie ich auch sonst, einen kleinen Schubs.

Dann nimm diesen Text als Einladung. Die Tür ist offen.


Erstveröffentlicht am 12.06.25 in der Printausgabe der WZ: https://www.wz.de/nrw/wuppertal/utopiastadt-kolumne-wozu-ein-viertelfest-fuer-die-mirker-nachbarschaft-organisieren_aid-129167497

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Neuigkeiten

01.07. | Parkraumkonzept Nordstadt und Luisenviertel

Durch die sehr dichte Bebauung mit Mehrparteienhäusern, den vielen Menschen die dort leben, den engen Straßen und den vielen Autos kommt es oft zu Problemen im Straßenverkehr. Das Gehen auf dem Gehweg wird zum Hürdenlauf. Mit vollen Einkaufstüten, einem Kinderwagen oder Rollator teils unmöglich. Im schlimmsten Fall werden Krankenwagen oder die Feuerwehr behindert und einen Parkplatz zu finden ist oft Glückssache.

Lässt sich das ändern?

Nächster Termin

Dienstag, 1.7.2025, 17:00
Spaziergang Mirke, Treffpunkt Carnapsplatz

Spazieren Sie mit uns durch die Mirke und berichten uns vor Ort von Ihren Problemen und diskutieren Sie mit uns Lösungsvorschläge. Dabei setzen wir den Fokus nicht nur auf den Parkraum, sondern nehmen den speziellen Charakter der Mirke auf. 

Die Veranstaltung ist kostenfrei. Der Spaziergang wird von Gebärdensprachdolmetscher*innen und Türkisch-Dolmetscher*innen begleitet.

Anmeldung hier (Öffnet in einem neuen Tab).

Aktueller Stand

Vom 19.02. bis zum 19.03.2025 konnten sich Bürgerinnen und Bürger Online beteiligen (Öffnet in einem neuen Tab) und ihre Probleme, Bedarfe und Ideen zur Parkraumsituation einbringen. Über 300 Beiträge sind eingegangen! Diese gilt es nun auszuwerten und in die weitere Arbeit einfließen zu lassen.

Aktuell werden die Daten aus der Befahrung mit den Cityscannern gesichtet und ausgewertet. Sie helfen zu verstehen, wer den Parkraum in Anspruch nimmt, um dann passgenaue Angebote zu machen.

Demnächst können Sie sich wieder einbringen: 

In einem kurzen Spaziergang durch die Viertel möchten wir mit Ihnen vor Ort Probleme und erste Ideen diskutieren:
27.06. 18:30 Uhr Treffpunkt Laurentiusplatz
01.07. 17:00 Uhr Treffpunkt Carnapsplatz
02.07. 14:00 Uhr Treffpunkt Schusterplatz

Zur Anmeldung gehts hier lang: Talbeteiligung.de (Öffnet in einem neuen Tab)

Um den Beteiligungs- und Informationsprozess zu unterstützten, hat sich die Stadt um die Ausleihe von Stadt-Terrassen beim Zukunftsnetz Mobilität NRW (Öffnet in einem neuen Tab) beworben. Ein paar Parkplätze sollen mit Hilfe der Parklets umgenutzt werden und neue Treffpunkte entstehen lassen. Netter Nebeneffekt: Mehr Lebensqualität durch Sitzgelegenheiten und Grün. Geplant ist die Aktion vom 23. Juni bis 31. Juli 2025 auf dem Ölberg. Die Aktion wird gerade vorbereitet. Es gibt eine eigene Webseite hierfür: Platzmacherinnen  (Öffnet in einem neuen Tab)

Anschließend werden Maßnahmen erarbeitet, die dann zu einem späteren Zeitpunkt umgesetzt werden.

Quelle & weitere Infos: https://www.wuppertal.de/rathaus-buergerservice/verkehr/fahren_parken/parkraumkonzept.php (Öffnet in einem neuen Tab)

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Neuigkeiten

10.05. | Eröffnung Quga

10.05.2025 | 15 Uhr | Utopiastadt-Campus

Am Samstag, den 10. Mai, startet die siebte Ausgabe der Wuppertaler Quartiersgartenschau (QUGA).

Die siebte Ausgabe der beliebten Quartiersgartenschau (QUGA) 2025 lädt vom Mai bis Oktober 2025 Bürger:innen und Besucher:innen ein, die grünen Schätze von Mirke, Ostersbaum und Hardt zu erkunden. Diese einzigartige Veranstaltung präsentiert die vielfältige Gartenkultur und Grünflächen dieser besonderen Wuppertaler Quartiere.

Die feierliche Eröffnung beginnt um 15 Uhr in Utopiastadt am QUGA-Infopoint, unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Uwe Schneidewind.

Highlights der QUGA 2025:

  • Die Hardtanlage als Pionier öffentlicher Grünflächen
  • Mirker Hain mit seiner zauberhaften Schlucht
  • Wuppertaler Kleingartenkultur
  • Urban Gardening und Utopiastadt: zukunftsweisende Grünkonzepte für die Quartiersentwicklung
  • Friedhöfe als „heimliche Grünreservoirs“

Besucher:innen erwartet ein vielfältiges Programm mit Veranstaltungen von lokalen Vereinen, Initiativen und Privatpersonen. Der Schwerpunkt liegt auf dem Entdecken, Präsentieren und Bespielen der grünen Anlagen sowie der Entwicklung neuer Ideen für das Quartier.

Als Veranstaltende dabei: Forum:Mirke, Botanischer Garten, Förderverein historische Parkanlagen, Stadt Wuppertal, BUGA gGmbH, Wuppervital, Christlicher Friedhofsverband und manche mehr.


(Grün-)Flächen für alle sichern: https://www.wirwunder.de/project/37249

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Neuigkeiten

Grüne Wege im Mirker Quartier

»Im letzten Jahr haben wir auf unseren Spaziergängen die Grünen Inseln in der Mirke ausgekundschaftet und dabei viele versteckte kleine grüne Oasen entdeckt. Auf den Spaziergängen wurden Begegnungsräume erkundet, die den Mangel an privaten Grün im Quartier ausgleichen und sich zu kühlenden Klimaoasen entwickeln können. Eine überraschende Entdeckung war eine grüne Wegeverbindungen parallel zu Wiesenstraße. Die Wege haben wir auf unserer Homepage beschrieben:

Grüne Wege in der Mirke | Ein Spaziergang durchs Quartier – Quartier:Mirke

Grüne Wege in der Mirke – Quartier:Mirke


In diesem Jahr wird die Quartiersgartenschau »Quga 2025« ihren Schwerpunkt auf das Gebiet vom Kaiser-Wilhelm-Hain bis zur Hardt haben. Für das Mirker Quartier sind einige dieser Flächen zu Fuß gut zu erreichen. Mit unseren Spaziergängen wollen wir diese für viele noch unentdeckten Grünanlagen erkunden und geeignete Wege vom Mirker Quartier dorthin finden.

Ihr seid alle herzlich eingeladen, mit zu spazieren!

Eure Eva & Inge«

Der nächste Spaziergang ist am 16. April, Treffpunkt ist um 17:00 Uhr bei der Bäckerei Policks an der Nordbahntrasse.

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Logbuch

Insekten tatsächlich retten

Seit März 2021 erscheint in der Reihe »Logbuch Utopiastadt« regelmäßig eine Kolumne aus Utopiastadt im Wuppertaler Lokalteil der Westdeutschen Zeitung. Und hier auf der Seite.

Diese Kolumne ist von Thomas Schmidt:

Logbucheintrag 0.61

Wer mag sie nicht? Bienen, Hummeln, Schmetterlinge gelten als Zeichen einer intakten Umwelt. Doch Spritzmittel haben viele Insekten getötet. Hilfe kommt von engagierten Menschen, die Blühflächen anlegen. Eine der Flächen ist im Frühling 2024 in Utopiastadt entstanden. Aus einer ehemaligen Asphaltfläche wurde ein bunter Streifen. Auf dem summte und kreuchte es schon im ersten Jahr kräftig. Zeit, sich auf die Schultern zu klopfen? Nicht ganz, denn erst durch das vor wenigen Wochen erschienene Buch „Mein Artenretter Garten“ der Wuppertalerin Anja Eder wurde mir bewusst, dass das nur ein Anfang sein kann. Zum einen waren, ich ahnte es schon, viele Besucher der Blühfläche Allerweltsinsekten. Sie kommen häufig vor. Die Honigbiene ist genau genommen sogar ein Nutztier, die für den Menschen Honig produziert. Zum anderen helfen nicht alle ausgewählten Pflanzen. So wird die Kletterrose zwar überschwänglich blühen, aber viele Insekten dürften davon nicht profitieren, da ihre gefüllten Blüten schwer zugängliche Staubgefäße haben. Ein weiterer Aspekt, der durch die Lektüre des Buches deutlich wurde: Nur die zusätzliche Anlage von geeigneten Brut- und Unterschlupfflächen und das Setzen heimischer Pflanzen für weniger bekannte Insekten hilft der Natur wirklich weiter.

Ist bei der Gestaltung der Blühfläche also alles schief gelaufen? Auf keinen Fall. Die Schulnote dürfte irgendwo zwischen einer 2 und einer 3 liegen. Sie ist ein guter Startpunkt. Jetzt ist die richtige Zeit für die Neuausrichtung, denn mit etwas Anstrengung und Geduld kann daraus ein „Artenretter Garten“ werden. So nennt Eder ihren eigenen Garten in der Wuppertaler Nordstadt, den sie dort auf 180m² in wenigen Jahren aus einem „normalen“ Garten gezaubert hat. Wie sie ihre Arche Noah der Artenvielfalt erschaffen hat – sie hat dort schon weit über 300 teilweise seltene Insekten beobachten können – beschreibt sie in ihrem neuen Buch. Vor allem zeigt sie in tausenden Bildern, warum es sich lohnt, einen „Artenretter Garten“ haben zu wollen. Es sind faszinierende, wunderschöne Fotos, die deutlich machen, wie vielfältig und überraschend die Welt in einem artenreichen Garten ist. So hilft das Buch bei der Anlage des Gartens und ist gleichzeitig ein Nachschlagewerk für die spätere Bestimmung der Insekten. Zusätzlich beleuchtet es neben den Nahrungsquellen für die erwachsenen Tiere auch die Pflanzen, die für die Aufzucht des Nachwuchses nötig sind und wo und wie die Insekten überwintern. Eine Ecke mit Totholz und der Schnitt abgestorbener Zweige und Stengel erst im Frühjahr, wenn die neuen Triebe kommen, sind schon ein erster Anfang zu mehr Natur. Wir planen also weiter an unserem Blühstreifen, denn wir wollen irgendwann auch den wirklich schutzbedürftigen Insekten helfen. In Feld und Hain hat die intensive Landwirtschaft artenarme Einöden hinterlassen. Es klingt paradox, aber vermutlich können am ehesten wir Städter die Insekten retten. Die Wuppertalerin Anja Eder zeigt uns, wie das geht. Dafür herzlichen Dank!


Erstveröffentlicht am 9.01.25 in der Printausgabe der WZ: https://www.wz.de/suche/logbuch utopiastadt/


Unterstütze Aktionen wie den Insektengarten in Utopiastadt durch eine Spende: https://www.wirwunder.de/project/120555

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Neuigkeiten

1.9. | Tag der offenen Tür

Tag der offenen Tür in Utopiastadt: Von 14 bis 18 Uhr könnt Ihr am Mirker Bahnhof einen Blick hinter die Kulissen werfen – und es gibt viel zu sehen!

Dein Lieblingsfön geht nicht mehr an, aber Du bist sicher, dass er eigentlich noch funktioniert? Du möchtest Deine Stadt mitgestalten, weißt aber nicht, wo Du anfangen sollst? Deine Hose hat einen Riss, Du hast aber keine Nähmaschine? Du willst lernen, wie man alte Fenster aufarbeitet? Dazu und zu vielem mehr findest Du regelmäßig Unterstützung in Utopiastadt.

Wie was wo warum läuft, erfährst Du am Sonntag, 1.9., beim Tag der offenen Tür!

Bei verschiedenen Führungen bekommst Du ausführliche Informationen zu Utopiastadt-Projekten oder zur Bahnhofssanierung. Bei einer Waffel vom Förderverein kannst Du über die Weiterentwicklung des Utopiastadt Campus fachsimpeln, Dir beim Utopiastadt-Pecha-Kucha in 20 Bildern à 20 Sekunden im Schnelldurchlauf verschiedenen Utopiastadt-Vorhaben erzählen lassen – oder halt einfach beim Nähtreff Deine Hose reparieren.

Außerdem erfährst Du im Detail, wie Du Deine Feier, Deine Konferenz oder Dein Meeting in Utopiastadt veranstalten oder noch ganz andere Ideen hier einbringen kannst.
Schließlich ist Utopiastadt weit mehr als ein großer Freiraum für alle an der Nordbahntrasse.

Und für alle, die sich nicht alles merken wollen, was wir an dem Tag zeigen, vorstellen und berichten, gibt es zum Tag der offenen Tür die UTOPIASTADT-Fibel zum Sonderpreis.

Der Förderverein Utopiastadt e. V. freut sich auf viele interessierte Augen und Ohren und sagt schon jetzt: 
Herzlich willkommen!

(Die Fotos hat Peer Adams übrigens beim letzten Tag der offenen Tür gemacht – und seither hat sich schon wieder einiges verändert. Kommt gucken!)

Tag der offenen Tür in Utopiastadt
Sonntag, 1. September 2024, 14 – 18 Uhr
https://utopiastadt.eu

Programm:

12:00 Uhr
– Café Hutmacher öffnet

14:00 Uhr
– Begrüßung
– Start Nähtreff
– Start Fahrradreparaturcafé

14:15 Uhr
– Start Führung zu den Utopiastadt-Modulen

15:00 Uhr
– Start Elektroreparaturcafé

15:30 Uhr
– Start Führung Ehrenamt / Bahnhofssanierung
– Start Führung Geschichte und Entwicklung des Utopiastadt Campus

17:00 Uhr
– Utopiastadt-Pecha-Kucha – unterhaltsame Kurzvorträge zu Utopiastadt-Aktionen


Spende hier für Utopiastadt-Projekte: https://www.wirwunder.de/projects/120555

Vielen Dank!

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Logbuch

Gut gerüstet

Seit März 2021 erscheint in der Reihe »Logbuch Utopiastadt« regelmäßig eine Kolumne aus Utopiastadt im Wuppertaler Lokalteil der Westdeutschen Zeitung. Und hier auf der Seite.

Diese Kolumne ist von David J. Becher:

Logbucheintrag 0.56

Da ist wieder ein Bahnhof an der Mirke! Naja, eigentlich war er, frei nach Westernhagen, nie wirklich weg, hat sich nur versteckt. Aber jetzt ist ein gutes Stück Gerüst abgebaut, und wenn man sich mit Spazier- oder Radfahrfreund:innen an der Trasse verabreden will, kann man auch Ortsunkundigen gegenüber wieder einfach »Wir treffen uns da am Bahnhof« sagen, ohne umständlich irgendwas mit Gerüst und schwarzer Schutzverkleidung zu ergänzen.

Solche Dinge machen was mit Orten. Ich kann mich noch gut an einen Tag vor gut zehn Jahren erinnern, als ich um den Bahnhof herum zur Trasse lief und förmlich erschlagen wurde von einem Zaun, der sich plötzlich zwischen Trasse und dem dahinter liegenden Gelände erstreckte. Ein Gelände, auf dem ich wenige Tage vorher noch entspannt ein Getränk getrunken hatte. Utopiastadt und schließlich die Trasse hatten den Ort so belebt, dass die Flächeneignerin und frühere Bahntochter Aurelis sich verpflichtet sah, das Industriegelände entsprechend abzusichern.

Und es hat viel Zeit, Mühe und schließlich Geld gekostet, diese Flächen wieder für alle nutzbar zu machen, die aus der Nachbarschaft oder von der Trasse aus ein wenig Freiheit im Freien brauchen. Erst nur etwa 400 Quadratmeter, dann Stückchen für Stückchen etwas mehr drumherum – und schließlich konnten wir die vollen Flächen durch Kredite sichern und sowohl der Nachbarschaft als auch spannenden Projekten wie dem Solar Decathlon Europe, dem Livng Lab NRW und ganz neu dem Escape Center Bergisches Land zur Verfügung stellen. Auch das führt jeweils zu baulichen Veränderungen, die etwas mit dem Ort machen. Aber anders, als der trennende Zaun damals, sind es seither immer Konstruktionen, die direkt, mittel- oder langfristig den Ort für eher mehr als weniger Menschen nutzbar machen.

Und so hat mich nach diesem Zaun-Schock kein präsentes Signal der Veränderung hier mehr beunruhigt. Im Gegenteil. Noch immer ernte ich auf verschiedensten Konferenzen landauf landab ungläubiges bis bewunderndes Staunen, dass wir hier so ein Projekt mit Gebäudesanierungen und Flächenentwicklungen noch immer in der Hauptsache mit ehrenamtlicher, vor allem aber eben mit permanent beteiligungsoffener inhaltlicher Arbeit stemmen. Und dafür möchte an dieser Stelle mal explizit werben: An fast allen Entwicklungen hier vor Ort kannst Du Dich beteiligen. In der Regel nicht über bequeme Info-Veranstaltungen als Dienstleistungsversprechen für Ideen, eher über zahlreiche Planungs-, Orga- und Arbeitstreffen. Aber die ersten Schritte sind sehr einfach und niederschwellig: Jeden Samstag gibt’s den Utopiastadt Workout zum direkten Anpacken, jeden ersten Sonntag eine Führung im Rahmen der Mirker:Matinée für allgemeinere Infos. Alles in allem arbeiten wir hier täglich gemeinsam an einem Ort von Vielen für Viele. Und wenn es gelingt, für den Eigenanteil der Sanierung oder die Tilgung des Flächenkredits genug Spenden auf zu sammeln, kriegen wir das auch hin. »Wir treffen uns da am Bahnhof!«


Hier könnt Ihr für die Sanierung spenden.


Erstveröffentlicht am 11.07.24 in der Printausgabe der WZ: https://www.wz.de/nrw/wuppertal/logbucheintrag-056-gut-geruestet_aid-116049305

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Neuigkeiten

13. & 20.7. | Expedition Norden | Der nächste Schritt

Sonder-Workout: Campus-Zugang von der Hamburger Straße
Sa 13. und Sa 20. Juli, jeweils ab 11 Uhr

Gemeinsam bauen wir die Verbindung nach Norden weiter aus: Wo alle bisher noch zwischen Hamburger Straße und Nordbahntrasse über groben Schotter klettern, bauen wir jetzt befestigte Wege mit feinerem Material. Und brauchen dafür Deine Hilfe.
Egal ob groß oder klein, alt oder jung, wir freuen uns sehr, wenn Du zum Anpacken vorbei kommst!
Für Arbeitsmaterial, Getränke und Verpflegung ist gesorgt, bitte denkt an angepasste Kleidung und festes Schuhwerk.

Lasst uns gemeinsam neue Wege durch unsere Stadt bauen!

Fotos vom 13.7.